Die „Füenf“ grooven sich durch Ohrwürmer

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Ob es diesmal der Beistand von ganz oben war? Erstaunlich, wie viel erfrischender Inhalt im nunmehr achten Programm der Füenf steckt, selbst wenn sie dabei abermals nicht „die Sehnsucht nach Schweinkram erfüllen“. Zu Recht sind die Männer froh und stolz, dass sie 20 Jahre lang auf Humor unter der Gürtellinie verzichten konnten, dafür holen sie als „5 Engel für Charlie“ ganz in Weiß mit goldenen Akzenten gekleidet den Nonsens zurück auf die Erde. Und die 550 Uditorium-Zuschauer schweben in puncto kreativer Unterhaltung bereits beim zweiten Titel auf Wolke sieben.

Pointen überzeugen

Mit ihrem unverwechselbaren Vokal-Stil und den gängigen Melodien machen die drei Tenöre Pelvis (Jens Heckermann, Jahrgang 66), Justice (Christian Langer, 72), Little Joe (Kai Podack, 82), Bariton Memphis (Patrick Bopp, 71) sowie Bass Dottore Basso (Francesco Cagnetta, 69) einfach süchtig. An (un)sinnigen Textideen, Wortspielereien, pfiffigen Pointen und nicht zuletzt großartig harmonierenden Stimmen mangelt es dem Quintett nun wirklich nicht.

„Einer nennt ’ne Katze Muschi, ’n andrer sagt’s zur Ehefrau, und was ihr schon wieder denkt – das weiß ich ganz genau“, lautet eine Textzeile von „Pipikakapopo“. Und nicht nur bei diesem Titel grenzt es an ein Wunder, dass „Die „Füenf“ dabei ernst und bei ihrer „Choreografie“ synchron zu bleiben.

Nicht weniger spaßig ist die musikalische Hommage an das Küchenwunder „Thermomix“ oder „Liebe ist Käse“, wo es heißt: „Gern wär ich dein Camemebärchen.“ Gekonnt und kurzweilig groovt sich das Quintett durch Ohrwürmer oder legendäre Medleys, verarbeitet messerscharfe Parodien zu weltbewegenden Themen wie Neurodermitis, Schlaf- und Bettgewohnheiten, Schwangerschaft bei Vätern oder fremdländische Nationalspeisen. Absolutes Glanzlicht: das indisch anmutende Stück „Papadam“, bei der das vor Vergnügen jauchzende Publikum ala „Bollywood“ zu imitierten Sitar-Trommelklängen im Takt „Glühbirnen rein schrauben durfte“.

Nicht nur ihre selbst komponierten Songs machen Laune, auch Klassiker wie Falcos Skandal-Titel „Jeanny“ oder Cindy & Berts „Immer wieder sonntags …“ wurden in den Kneipensong „Siggi“ oder …“fehlt die Erinnerung“ umgewandelt. Ein tobendes Publikum, das sich auch über „Altbewährtes“ wie Patrick Lindners „Sonnen-Medley“ und den guten alten „Horst“ lautstark freute. Sabine Ackermann

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