Der verlorene Sohn in der Welt von heute

110 Kinder hatten viel Spaß bei der ökumenischen Kinderbibelwoche (KiBiWo) in Kuchen. Sie erlebten die Geschichte vom verlorenen Sohn in ihrer Welt.

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Bei der Kinderbibelwoche wurde die Geschichte vom verlorenen Sohn in die Welt der heutigen Kinder geholt. Foto: Helga Simon

Im evangelischen Gemeindehaus in Kuchen herrschte vergangene Woche reges Treiben. Pfarrer Matthias D. Ebinger begrüßte zur 14. ökumenischen Kinderbibelwoche 110 Jungen und Mädchen zwischen sechs und 13 Jahren. Er führte die Kinder altersgerecht und humorvoll ins Thema ein: Es ging um die Geschichte vom verlorenen Sohn. Unterstützt wurde er dabei von "Andi und Andi", zwei jungen Darstellern, mit denen sich die Kinder identifizieren konnten. Sie hoben die Geschichte in die Welt und die Sprache der heutigen Kinder.

In der Fremde lässt es der Sohn so richtig krachen. Als alles Geld weg ist, lösen sich auch die vermeintlichen Freunde in Luft auf. Da zugleich schlechte Zeiten über das Land hereinbrechen, findet sich der Sohn bald zerlumpt und hungrig als Schweinehüter wieder. Voller Reue und in größter Not kehrt er schließlich nach Hause zurück. Er fühlt sich nicht mehr wert, als Sohn bei seinem Vater zu leben und bietet ihm seine Dienste als Knecht an. Doch der Vater ist überglücklich, seinen verlorenen Sohn wieder in den Armen zu halten. Er schenkt ihm neue Kleider, einen Ring und veranstaltet ein großes Fest für ihn. Doch nun versteht der ältere Bruder die Welt nicht mehr, er ist beleidigt und neidisch. Hat er doch sein ganzes Leben für den Vater geschuftet, aber ein Fest wurde noch nie für ihn veranstaltet!

Ganz gespannt verfolgten die Kinder das Bibeltheater. Sie konnten das Gleichnis gut nachvollziehen. Alle Menschen erleben Familienbeziehungen, alle stellen sich irgendwann die Frage, was für sie persönlich Glück bedeutet. Dazu gab es kindgerechte Gebete und Psalmen.

Ein weiterer Höhepunkt der KiBiWo sind jedes Mal die melodischen christlichen Kinderlieder, bei denen nicht nur aus voller Kehle mitgesungen, sondern auch getanzt und geklatscht werden darf. Die fetzige KiBiWo-Band, die Vorsängerinnen und die kleinen Vortänzerinnen auf der Bühne gaben den Takt vor.

Gebastelt wurde nach Altersgruppen aufgeteilt. So entstanden beispielsweise Sparschweine aus Tonkarton, lustige Schweinekissen, Willkommensschilder und -kränze für die Haustüre, Geldbörsen aus Jeansstoff und kunstvolle Figuren aus Speckstein. Am Freitag gab es einen Stationenlauf. Die Älteren freuten sich über ein Abendprogramm mit Ortsrallye und Filmvorführung. Am Samstag wurde die Rückkehr des verlorenen Sohnes mit einem Fest an schön gedeckten Tischen und feinem Essen, das von den Kindern selbst zubereitet wurde, gefeiert. Ohnehin musste während der KiBiWo niemand hungern, da viele Mitglieder aus den beiden Kirchengemeinden leckeren Kuchen beisteuerten, den das fleißige Küchenteam die Woche über auftischte.

Zum Abschluss gab es am Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst, zu dem auch die Familien der Kinder kamen. Bei Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus kamen die Besucher ins Gespräch miteinander.

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