Der Verkehr auf der B 466 soll bald wieder rollen

Noch bremst er den Verkehr um einiges mehr als er soll. Nicht mehr lange: Spätestens am 26. Juni wird der Kreisel an der B 466 bei Böhmenkirch fertig sein und die Autos wieder ohne Pause rollen können.

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Richtung Böhmenkirch ist die Tragschicht schon eingebaut. Eventuell schon Mitte kommender Woche, spätestens aber am 26. Juni, soll der Verkehr ohne Ampel über den Kreisel auf der B 466 rollen können.  Foto: 

Die Autofahrer sind nicht begeistert. Seit Anfang Juni müssen sie auf der B 466 zwischen Böhmenkirch und Weißenstein vor einer Ampel ausharren. Der in der Albgemeinde lange kontrovers diskutierte Kreisverkehr wird jetzt gebaut und sorgt vor allem im Berufsverkehr morgens und nachmittags für Staus. "Der Verkehr ist schon enorm. Man merkt, dass die B 466 eine Tangente zwischen B 10 und A 7 ist - vor allem für den Schwerverkehr", räumt Bauleiter Helmut Kopp von der Firma Astra aus Schwäbisch Gmünd ein. Allzu lange warten müssten die Autofahrer aber dennoch nicht, verweist Kopp auf die relativ kurzen Ampelphasen.

Die sechs Arbeiter auf der Baustelle müssen da weitaus mehr Staub und Abgase schlucken, wenn ihnen die 30-Tonner im Konvoi an der Nase vorbeirumpeln. "Wir stellen uns der Herausforderung", witzelt der Bauleiter. Schließlich haben die Gmünder Straßenbauer "schon viel größere Baustellen bei laufendem Verkehr durchgezogen".

Auch in Böhmenkirch läuft derzeit alles nach Plan. Der innere Kreisel ist fast fertig und die Fahrbahn Richtung Böhmenkirch bereits mit der Asphalttragschicht versehen. Anfang kommender Woche soll auch in Fahrtrichtung Weißenstein alles so weit sein, dass man die vier Zentimeter dicke Deckschicht einbauen kann. "Eventuell sind wir schon am Mittwoch fertig, ganz bestimmt aber am Freitag", verspricht der Bauleiter.

Neben den Autofahrern wird dann sicher auch Katja Knez aufatmen. Die 43-Jährige hat den Dee-Shop an der B 466 erst im April als Inhaberin übernommen. Seitdem sie die Kreisel-Baustelle direkt vor der Ladentüre hat, sei ihr Umsatz um 75 Prozent eingebrochen. "Es ist eine Katastrophe", klagt die Geschäftsfrau, die noch mit einer zweiten Baustelle kämpfen muss: Wegen der Sanierung der L 1221 zwischen Böhmenkirch und Bartholomä ist seit Anfang April auch eine wichtige Verbindung in den Raum Aalen dicht. "Und von dort kommen viele Kunden", betont Knez.

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