Der Rückbau der alten B 10 schreitet voran

Trotz der Sommerferien wird in der Ebersbacher Hauptstraße feste gebuddelt. In der kommenden Woche kommt der Abschnitt zwischen Karl- und Bahnhofstraße an die Reihe.

|
Die Ebersbacher Hauptstraße (im Hintergrund das Kinderhaus) wird bis Jahresende umgebaut.  Foto: 

Beim Rückbau der alten B 10 arbeitet sich die Stadt Ebersbach Zug um Zug nach Osten vor. Ende der 90er Jahre wurde mit dem Rathauskreisel im Westen der Anfang gemacht, jetzt ist das 240 Meter lange Stück von der Bahnhof- bis zur Friedrichstraße an der Reihe. Vor der Marktschule und dem Kinderhaus ist die Hauptstraße eine große Baustelle. „Seit Mitte Juni werden neue Wasserleitungen und ein Abwasserkanal verlegt“, erläutert der Sachgebietsleiter Tiefbau, Jochen Baur.

Vor zwei Jahren wurde der Rückbau der Hauptstraße ins Landessanierungsprogramm aufgenommen, sodass die Stadt erwarten kann, bis zu 600.000 Euro der Gesamtsumme von  knapp 1,2 Millionen Euro als Zuschuss zu bekommen. Dabei nutzt die Stadt die Bauarbeiten, um in die Jahre gekommene Leitungsrohre zu ersetzen: Die Ebersbacher Hauptwasserleitung verläuft hier; sie musste bisher einen „Umweg“ um die bisherige Fußgängerunterführung machen. Ebenso der Abwasserkanal. „Das machte zuweilen Probleme, weil das Gefälle wegen der langen Wegstrecke grenzwertig war“, so Baur. Doch die Unterführung fällt weg, ist sogar schon zugeschüttet, und die Rohrleitungen nehmen künftig den direkten Weg. Auch eine Gasleitung und ein Leerrohr für die Breitbandversorgung werden neu gelegt. Diese begleitenden Maßnahmen lässt sich Ebersbach weitere 350.000 Euro kosten.

Die Sicherheit der Schulkinder sei auch ohne die Unterführung gewährleistet, versichert Stadtplaner Jan Werneke. Ohnehin sei sie nicht barrierefrei gewesen und auch nicht mehr gut angenommen worden. Neben dem bereits geltenden Tempo 30 auf der Hauptstraße sollen weitere bauliche Maßnahmen die Geschwindigkeit drosseln. Aufpflasterungen,  sieben Zentimeter hohe Rampen und zwei Zebrastreifen sollen dafür sorgen, dass die Autofahrer hier den Fuß stärker vom Gas nehmen als bisher.

Gestalterisch soll einerseits das bisherige Konzept mit gepflasterten Kandeln, senkrecht angeordneten Parkplätzen und neuen Bäumen am Straßenrand weitergeführt werden, „allerdings mit einigen Änderungen im Detail“, wie Baur erläutert. „Wir werden ein flacheres Pflaster verwenden, auch aus Gründen der Lärmreduzierung.“ Optisch soll auch die Brücke zum Kauffmann-Areal geschlagen werden, deshalb verwende man hier dieselben Materialien wie dort. Werneke: „Wir wollen damit deutlich machen: An der Karlstraße beginnt die Ebersbacher Innenstadt.“

Die Einmündung Karlstraße wird ihr Gesicht stark verändern. Die überdimensionierte Einmündung wird zurückgebaut und die Karlstraße künftig schmaler und in gerader Richtung nach Süden über die Hauptstraße hinweg verlaufen, also etwas näher am Kinderhaus als bisher. Der so gewonnene Platz wird dem künftigen kleinen Baugebiet „Östlicher Viehmarkt“ zugschlagen. Hier soll auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern der nächste Schwerpunkt der Ebersbacher Stadtentwicklung liegen. Jan Werneke: „Derzeit läuft die Projektentwicklung, der Zeitrahmen für die Realisierung liegt bei etwa zwei Jahren.“

Geschäfte bleiben während der Arbeiten erreichbar

Sperrung: Am Montag, 29. August, starten die Tiefbauarbeiten zwischen Karlstraße und Bahnhofstraße. Dort wird zunächst eine Wasser- und Gasleitung verlegt. Deshalb wird die Hauptstraße zwischen der Kreuzung Karlstraße und der Kreuzung Bahnhofstraße bis Mitte September halbseitig gesperrt. Anschließend ist bis Ende September die Straße voll gesperrt.

Zufahrt: Während der halbseitigen Sperrung ist die Durchfahrt in beiden Richtungen möglich. Während der Vollsperrung kann der Parkplatz Östlicher Viehmarkt nur über die Kirchheimer Straße  oder über die Friedrich- und die Marktstraße angefahren werden. Aus der Bahnhofstraße kann in die Hauptstraße nach rechts abgebogen werden.

Vollsperrung: An der bereits bestehenden Vollsperrung zwischen Karl- und Friedrichstraße ändert sich nichts. Aus der Karl- und der Eberhardstraße kann nicht in die Hauptstraße eingefahren werden. Die Friedrichstraße hingegen ist voll befahrbar. Alle Geschäfte in der Innenstadt bleiben erreichbar, darauf weist die Stadtverwaltung besonders hin. Man kann sogar mit dem Auto hinfahren, mit Ausnahme der voll gesperrten Bereiche. Der Durchgangsverkehr muss über die Bahnhofsallee und die Brückenstraße fahren.

Parkplätze: Am Östlichen Viehmarkt und im Kauffmann-Areal gibt es nach wie vor Parkplätze in größerem Umfang.

Informationen: Jeden Mittwoch um 9 Uhr findet ein regelmäßiger Abstimmungstermin an der Baustelle statt mit Vertretern der Stadt Ebersbach, des Ingenieurbüros und der Baufirma. Interessierte Bürger können hinzukommen. Zudem sind aktuelle Informationen über diese und weitere Baustellen in der Stadt über www.ebersbach.de/baustellen.html abrufbar.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

52-Jähriger tötet Freundin und springt von Autobahnbrücke

Ein kreisender Hubschrauber hat am Mittwochabend im oberen Filstal für Aufsehen gesorgt. Ein 52-Jähriger hatte sich vom Maustobelviadukt in den Tod gestürzt. Zuvor hatte er im Landkreis Ludwigsburg seine Freundin getötet. weiter lesen