Der Kommissar geht um

Im zweiten Jahr und mit großem Erfolg präsentierte der Kulturverein Schlierbacher Theaterstub' vor fünffach ausverkauftem Haus eine besondere Form von Mundarttheater mit "Der Kommissar geht um".

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Das Lustspiel "Der Kommissar geht um" brachte die Zuschauer in Schlierbach zum Toben.  Foto: 

Die zwei von Holzfachwerk geprägten Etagen des Alten Farrenstalls beherbergten die Familie Block mit ihren Gästen. Für das Stück "Der Kommissar geht um" war dort eine in die Jahre gekommene Pension im Look der 60er grandios und stilecht in Szene gesetzt. Alle Zuschauer mussten beim Aufsuchen ihrer Plätze komplett durch die Pension Waldblick gehen.

Gleich zu Beginn wurde das eigentliche Problem der Pension Waldblick klar: Der Chef des Hauses, Erwin Block, ist immer mürrisch, laut und um keine Ausrede verlegen, um mit seinem Kumpel Harry Nussbaum einen über den Durst zu trinken.

Diese Pläne werden jedoch durch das unerwartete Einchecken etlicher Gäste jäh durchkreuzt. So werden die Gästezimmer nach und nach und gegen den Willen von Erwin Block belegt: Neben dem verwirrten Musikprofessor mit seiner viel zu jungen Lebensabschnittsgefährtin verirrt sich auch ein ungleiches Schwesternpaar in die Pension. Voller Überzeugung wird der Hausherr Erwin als verschlafener und Alkohol verliebter Kellner von den Schwestern abgekanzelt. Worauf Erwins Stimme den Farrenstall zum Beben bringt und die zuvor ans Publikum ausgeteilten Ohrstöpsel zum Einsatz kommen.

Als nun am frühen Vormittag die reiche Fabrikantenwitwe Neumann eintrifft und ihren Familienschmuck im Tresor deponiert, nimmt das Chaos seinen Lauf. Und als die Witwe den Schmuck für einen Stadtbummel aus dem Tresor holen will, kommt es zum großen Eklat. Der Tresor ist leer.

Nun treten die Kommissare Specht und Feinbein aus Stuttgart in den Mittelpunkt. Kommissar Specht mietet sich in der Pension ein - und zwar inkognito. Er überlässt die eigentlichen Ermittlungen seinem aus Sachsen stammenden Kollegen Feinbein. Dieser stellt alles auf dem Kopf. Die Pension versinkt im Chaos . . .

Zwischenzeitlich wird der alte und defekte Tresor von Harry Nussbaum repariert und zurückgetauscht. Überraschungseffekt: Kommissar Feinbein findet bei der Rekonstruktion des Tatherganges beim Öffnen des Tresors den Schmuck wieder vor.

So entstehen ständig unglaublich lebhafte, verwirrende und unvorhersehbare Aktionen, die vom Publikum fantastisch honoriert werden. Am Ende löst Ahmed das Rätsel und prostet, mit einem Schnäpschen, im reinsten Schwäbisch mit den Worten ins Publikum: "Alles klar, Herr Kommissar".

In Schlierbach spielten Eva und Rainer Waldenmaier als Pensionsbesitzerehepaar Block, Wolfgang Klaus und Armin Kaiser als Kommissare Specht und Feinbein, Linda Rudolf als Louisa, Max Waldenmaier als Ahmed, Gabi Tschickart als Helga Neumann, Frank Schlichter als Harry Nussbaum, Joachim Ehring als Professor Kurt Adagio, Alicia Kaiser und Ulrike Weiler als Kati Engel, Michael Ilgenfritz als Sabine Fink und Julia Waldenmaier als Karin Fux. Für Licht und Ton sorgte Giovanni Capozio, Ivonne Maurer sorgte für die Maske und Anna Waldenmaier soufflierte.

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