Der Gruibinger Martinimarkt ist ein Eckpfeiler im Jahreslauf

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In der Schule wurden „Glückswächter“ gebastelt. Von links: Paula Schempp (10) und Gorgia Butticé (9), beide aus Gruibingen, schleifen hier ihren „Glücksstern“ glatt.  Foto: 

Pünktlich zur Mittagszeit öffneten die herbstlich und vorweihnachtlich orientierten Marktstände des Martinimarktes in Gruibingen. Rudolf Härle brillierte, wie jedes Jahr, in seiner Rolle als Dorfbüttel, berichtete in seiner unverwechselbaren Art vom Dorfgeschehen und forderte dann zum Sturm der Verkaufsstände auf. Bei Bäckerei Glaser duftete es herrlich nach frischen süßen Backwaren, während gegenüber beim DLRG Gruibingen die Rote Wurst als deftiges Pendent lockte.

Weihnachtliches Kunsthandwerk gab es in traditioneller Optik ebenso wie im aktuellen Stil. Natürlich wurde das Wetter thematisiert, das sich nass und kalt zeigte. „Ich trinke es mir schön“, sagte ein junger Gruibinger scherzhaft und zog mit drei dampfenden Glühweintassen weiter. Bei Andreas Moll von der Brennerei zum Adler gab es das besondere Schnäpsle zum Aufwärmen sogar mit Mengenrabatt. „Eigentlich ist das Wetter zu Martini ja nie besonders schön“, relativierte Bürgermeister Roland Schweikert, der schon den ganzen Tag im Einsatz war. Im Laufe des Nachmittags füllte sich der Platz an der Alten Turnhalle.

„Der Martinimarkt in Gruibingen ist einfach ein Treffpunkt und ein Eckpunkt im Jahreslauf“, so erzählte eine Besucherin, deren Tochter jedes Jahr extra von Oberschwaben in die alte Heimat anreist. In der Grundschule wurde am Nachmittag eifrig gebastelt. Mit dem Slogan „Lesen statt Putzen“ auf dem T-Shirt, waren die Veranstalterinnen der Bastelei gut als das Team der Bücherei im Martinshaus zu erkennen. In mühevoller Handarbeit wurde ein „Glückswächter“ hergestellt. Ein hölzernes Stand-Dekorations-Objekt mit einem Stern an der Spitze, fügte sich aus zahlreichen Einzelteilen zusammen. Zuvor wurde geschmirgelt und gemalt. Sogar die dekorative, zur Schleife gebundene Kordel wurde in Eigenregie hergestellt. Hier herrschte eifrige Betriebsamkeit. „Wir haben jedes Jahr gut 50 bis 60 Kinder zum Basteln hier“, freute sich Irene Frasch. Ihr Ehemann hatte, wie jedes Jahr, die vielen Einzelteile ausgesägt und vorbereitet.

Gute Stimmung herrschte im trockenen und warmen Schulhaus. Das umfangreiche Programm des Martinimarktes beinhaltete am Nachmittag noch ein Puppentheater. Bei Einbruch der Dunkelheit ging es zum Laternenlauf. Ein Martinsspiel widmete sich dem geschichtlichen Hintergrund des Martinitages. Im Laufe des Nachmittags fanden noch viele Besucher den Weg zur Alten Turnhalle und gesellten sich unter ihren Schirmen zu einem Schwätzle zueinander. „Vielleicht bleiben wir nicht so lange – aber kommen müssen wir auf jeden Fall“, so hieß es da von einem Einheimischen. Ganz anders dagegen die Jugend des Dorfes, die kam gewollt später und feierte ihre „Martini Disco“ in der TSV-Halle, der Alten Turnhalle.

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