Der Gesellschaft den Spiegel vorhalten

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Die Gruppe Krov aus der zwischen Antwerpen und ’s-Hertogenbosch gelegenen Stadt Breda ist eines von elf Ensembles, die vom 22. bis 25. November an den Göppinger Theatertagen teilnehmen.  Foto: 

Die 47. Internationalen Göppinger Theatertage stehen vor der Tür. Vom 22. bis 25. November zeigen elf Gruppen – acht aus Deutschland und je eine aus Österreich, Litauen sowie den Niederlanden – die Vielfalt des Amateurtheaters. Zudem findet wieder die Theaterwerkstatt für Kinder und Jugendliche statt.

„Die deutschsprachige Theaterlandschaft will politisch relevanter werden.“ So steht es im Bericht über das Berliner Theatertreffen. Ralf Rummel, Uwe Wittmann und Margarete Kienzle können dies für ihren Bereich bestätigen. Bei den Bewerbungen für die Göppinger Theatertage haben die Fachleiter festgestellt, dass es durchaus eine Auseinandersetzung mit den aktuellen Themen unserer Gesellschaft gebe – dass also auch das Amateurtheater der Gesellschaft den Spiegel vorhält. Entsprechend groß ist die Freude der Fachleiter darauf, „Diskussionen zu führen, Menschen zu treffen, die angesichts der Bilder und Ereignisse nicht den Kopf in den Sand, sondern ihr Herzblut ins Theater stecken und hier versuchen, gesellschaftliche Prozesse zu beeinflussen oder Denkanstöße zu geben“.

Was erwartet die Gruppen hier? Die Infrastruktur für das traditionsreiche Treffen ist diesmal zentral wie nie zuvor. Die Teilnehmer können alles fußläufig erreichen: Gespielt wird zur Eröffnung in der Stadthalle, sonst im Alten E-Werk, gegessen wird im Gemeindehaus St. Maria, nach den Stücken diskutiert und sich getroffen im Club Bambule im CVJM-Haus, geschlafen im neuen Hotel Ana Momentum. Letzteres ist der Ersatz für die wegen Renovierung geschlossene Jugendherberge Hohenstaufen. Mit 120 Teilnehmern ist das Hotel vier Tage lang voll ausgelastet.

Neu ist auch die Göppinger Stadtkirche als weitere Spielstätte. Dort wird das Junge Theater Lörrach am 24. November das Stück „Fracasse oder Die Meuterei der Kinder von Vermiraux“ von Nicolas Turon aufführen. Dagegen ist die sogenannte Vorpremiere in der Geislinger Rätsche aus dem Programm gestrichen worden. Den Förderpreis der Theatertage in Höhe von 2500 Euro stiftet wieder die Kreissparkasse Göppingen.

Bis 21. November gibt es Eintrittskarten beim Kreisjugendamt des Landratsamts, Zimmer 284, Tel. (07161) 202-651, und beim i-Punkt im Rathaus. Das ausführliche Programmheft kann beim Kreisjugendamt angefordert oder auf der Landkreis-Homepage heruntergeladen werden. Ansprechpartner ist Benedikt Jaschik, Tel. (07161) 202- 682, E-Mail: b.jaschik@landkreis-goeppingen.de.

Mittwoch, 22.11.
20 Uhr Stadthalle: Eröffnung der Göppinger Theatertage, Verleihung der Förderpreise für die Theaterwerkstatt und des Förderpreises der Theatertage, anschl. Theater Schotte, Erfurt, Gretchen 89 ff, von Lutz Hübner

Donnerstag, 23.11.
8.45 Uhr
Altes E-Werk: Spielbrett Dresden, Schneewittchen und die Zwerge, nach Grimm
11.30 Uhr E-Werk: Atzalynas, Litauen, The escape of Akropolis, Laurynas Jukna
16 Uhr E-Werk: Dacapo Göppingen, Schrottengel, von Petr Zelenka
20 Uhr E-Werk: Spielbar Darmstadt, Top Dogs, von Urs Widmer

Freitag, 24.11.
9 Uhr Stadtkirche: Junges Theater Lörrach, Fracasse oder Die Meuterei der Kinder von Vermiraux, von Nicolas Turon
11.30 Uhr E-Werk: Theaterclub Sulz, Die Baronin und die Sau, von Michael Mackensie
18 Uhr E-Werk: Gut & Edel Lörrach, Die sieben Todsünden, Eigenproduktion
21.30 Uhr E-Werk: Kreva Breda, Holland, Afterparty, von Jorg van den Kieboom

Samstag, 25.11.
14 Uhr E-Werk: The Wild Bunch Berlin, Request Stop, von Harold Pinter
20 Uhr E-Werk: Die Fremden, Wien, Fahraway, Eigenproduktion
22 Uhr Club Bambule: Abschlussfest

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