Der Fils wieder ein Stück Natur zurückgeben

Der Bau des Pflegeheims in Wiesensteig rückt näher. Mit der Realisierung des Altenprojekts soll auch das angrenzende Ufer der Fils neu gestaltet werden.

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Beim Bau des neuen Pflegeheims in Wiesensteig soll diese marode Mauer abgebrochen und das Filsufer wieder naturnah gestaltet werden.  Foto: 

Im Mai wird der Wiesensteiger Gemeinderat über das Baugesuch für das neue Pflegeheim beraten. Am Montag erläuterte Landschaftsarchitekt Holger Kappich vom Stuttgarter Büro Geitz und Partner dem Gemeinderat, wie man im Zuge der Baumaßnahme das angrenzende Filsufer naturnah umgestalten kann. Dank des bereits erstellten Gewässerentwicklungsplans kann die Stadt bei der Umsetzung der auf Fördergelder in Höhe von 70 bis 85 Prozent der Gesamtkosten hoffen.

Der Landschaftsarchitekt zeigte anhand von Bildern, in welch schlechtem Zustand die Mauer am Filsufer im Bereich des geplanten Pflegeheims ist. Der geplante Neubau böte eine gute Gelegenheit, das Filsufer anhand des Gewässerentwicklungsplans naturnah neu zu gestalten. Zuvor müsse allerdings die erforderliche Wasserrechtsgenehmigung erteilt werden. Erst dann könne die Stadt den entsprechenden Zuschussantrag stellen, so Kappich.

Die erste Planung sah einen am Filsufer entlang führenden Weg anzulegen. Einer ersten Kostenschätzung zufolge würde damit die Umgestaltung des Ufers 332.200 Euro kosten. Da weder Gemeinderat noch Samariterstiftung als Träger des Pflegeheims den Weg als zwingend notwendig erachten, könne die Planung auch entsprechend angepasst werden, erläuterte Kappich. Der Verzicht auf den Weg erleichtert die Gestaltung des Uferbereichs und senkt somit auch die Kosten erheblich. Die neue Kostenschätzung liegt bei 200.000 Euro brutto. Hinzu kommen noch das Honorar des Planungsbüros (18.486 Euro) und eine Wasserspiegellagenberechnung (3500 Euro).

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Planung für die naturnahe Neugestaltung des Filsufers an das Büro Geitz und Partner zu vergeben. Die Räte legen Wert darauf, dass die Stadtverwaltung die erforderliche wasserrechtliche Genehmigung zeitnah beantragt, damit die Stadt gleich nach Inkrafttreten der neuen Fördersätze mit ihrem Antrag als eine der ersten zur Stelle ist. "Wer als erster kommt, der mahlt auch zuerst", unterstützte Kappich den Wunsch des Rates.

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