Den Teufelskreis mit Spaß durchbrechen

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In der randvollen Stadthalle lauschten zahlreiche Besucher den Vorträgen.  Foto: 

Die Stadthalle war bei den 20. Südwestdeutschen Schmerztagen, bei denen es um Rückenschmerzen ging, randvoll. Die Veranstaltung wartete mit interessanten Vorträgen  auch mit einer Überraschung auf. „Wenn Not am Mann ist, kommt er auch selbst mitten in der Nacht und er hat dafür gesorgt, dass wir im Göppinger Hospiz die beste Versorgung in Deutschland haben.“ Dies sagte der Vorsitzende des stationären Hospizes, Klaus Riegert, gleich zu Beginn über den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, den Göppinger Arzt Dr. Gerhard Müller-Schwefe. Er überreichte ihm für seine langjährigen vielfältigen Verdienste den Ehrenbrief und die Ehrenmitgliedschaft durch die Vorstandschaft des Hospizes.

Bei den Vorträgen und Fragerunden ging es um die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung im Bezug auf den chronischen Schmerz und um Tipps und Ratschläge zur Selbsthilfe bei Rückenschmerzen. Privatdozent Dr. Michael Überall vom Schmerzzentrum DGS Nürnberg moderierte den Abend und verwickelte die Referenten in humorvoll-provozierende Dialoge.

Die Botschaft von Dr. Frank Bartel, der Übungen auf der Bühne vorführte und richtige und falsche Haltungen zeigte, war, dass sich der Patient nicht vom Schmerz beherrschen lassen, sondern durch ganz vielfältige Aktivitäten aus dem Teufelskreis ausbrechen solle. Kleine Dinge seien effektiver als große und der Patient müsse Spaß daran haben können. Bartel stellte ein ganzes Bündel an Ratschlägen und praktischen Übungen vor. Ein Training solle individuell, alltags- und sportartspezifisch und progressiv sein. Hierbei gelte Qualität vor Quantität und richtige Haltung noch vor Bewegung.

Professor Dr. Jürgen Sandkühler vom Zentrum der Hirnforschung der Universität Wien sprach über den Einfluss des Lebensstils auf den Schmerz. Er sagte, dass das Gehirn „auch ohne Viren oder Bakterien eine milde Form der Entzündung zeigen“ könne, die häufig unentdeckt bleibe und für chronischen Schmerz verantwortlich sei. Ursachen und Folgen dieses Prozesses standen im Fokus und was der Einzelne tun kann, um dem entgegenzuwirken. „Alles in Maßen tun – die Mischung und Addition vieler kleiner Dinge macht den Erfolg aus.“

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