Degginger Rat gegen Windkraft auf der Nordalb

Die Entscheidung war denkbar knapp: Mit acht zu sieben Stimmen hat der Degginger Gemeinderat Windkraftanlagen auf der Nordalb abgelehnt.

|

Welches Argument wiegt am schwersten bei der Entscheidung für oder gegen Windkraftanlagen auf der Nordalb: Das Pachtgeld, das sie in die Gemeindekasse blasen würden? Die Natur, die für den Bau geopfert werden müsste? Der Beitrag, den die Anlage zu Energiewende leisten würden? Mit diese Frage hat sich der Degginger Gemeinderat zuletzt intensiv beschäftigt. Bevor in der Sitzung am Donnerstag die endgültige Entscheidung fiel, kamen alle Argumente noch einmal auf den Tisch.

Eigentlich sollte die Sitzung mit der Etatrede von Bürgermeister Karl Weber beginnen. Auf Antrag von Guido Pulvermüller und Rolf Staudenmaier wurde der Tagesordnungspunkt 4: "Grundsatzentschluss zum Standort GP 17 - Nordalb" vorgezogen. Die Anordnung der Tagesordnungspunkte sei "grob windkraftlastig", klagte Staudenmaier. Sie verleite dazu, die Entscheidung pro oder contra Windkraft auf der Nordalb unter ökonomischen Gesichtspunkten zu treffen. "Unter Top 2 und 3 schwätzt man übers Geld - und unter Top 4 dann, wo es herkommen soll", schimpfte Staudenmaier.

Man fasse keinen Beschluss für oder gegen Windkraft allgemein, sondern nur über einen Standort, betonte Klaus Schweizer. "Es gibt genug andere Standorte, wo nicht solche Eingriffe in die Natur nötig sind - aber dort können wir natürlich kein Geld verdienen."

Er sei nicht des Geldes wegen für Windräder auf der Nordalb, verwehrte sich Stefan Geis: "Das ist der kleinste Aspekt." Bei der Abstimmung hatten die Windradgegner die Nase knapp vorne: Sieben stimmten für eine Windkraftanlage auf der Nordalb, acht dagegen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Frischzellenkur für Notare

Am 1. Januar tritt die Notariatsreform in Kraft: Für Bürger ändert sich einiges. Die Grundbücher werden nun zentral in Ulm verwaltet. weiter lesen