Dauerlachen auf der Pirateninsel Stuttgarter Theaterkiste der Kindertheaterwoche in Rechberghausen

Mit purem Spaß rund 140 kleine wie große Zuschauer ständig zum Lachen zu bringen, ist das Talent der Theaterkiste Clown Otsch aus Stuttgart. Nicht nur die beiden Mimen agierten außer Rand und Band.

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Brachten die Zuschauer in Rechberghausen zum Lachen: Uwe Drotschmann und Loraine Iff. Foto: Ack

Das Schöne an der Kindertheaterwoche in Rechberghausen ist die bewusst ausgesuchte Vielfalt. So erlebten die kleinen Stammgäste bisher eine bezaubernde Kinderoper, ein etwas zusammengewürfeltes Erzähl- und Figurentheater und am Mittwoch Unterhaltung für die Jüngsten nach der Devise: Besser gehts nicht.

Rund 70 Minuten dauerte das spannende und urkomische Abenteuer "Die Pirateninsel", vortrefflich von der Theaterkiste Clown Otsch aus Stuttgart präsentiert. Und mindestens 60 Minuten davon hatten die Jungen und Mädchen Spaß, kamen buchstäblich aus dem Lachen, Kichern und Quietschen nicht mehr raus. Langeweile? Bestimmt ein Fremdwort für die beiden Akteure, die mit ihrer selbst ausgedachten Geschichte das Publikum fortwährend mit einbezogen.

Und weil interaktives Theater generell ein Renner ist, drohte mancher Dreikäsehoch vor Aufregung fast zu platzen, bevor das Schiffsmädchen zum Beispiel in "Fischstäbchen" getauft wurde. Aber auch spannende Vorschläge wie Untergang, Angriff, Seeungeheuer, Krake, Sturm, Fische fangen und die Entdeckung einer Insel schlugen die Kinder vor.

Schon zu Beginn präsentierte sich das energiegeladene Duo recht kurios. Weil alle Requisiten angeblich verloren gegangen waren, warfen sich die beiden Schauspieler die unmöglichsten Dinge an den Kopf, um hinterher in trauter Einigkeit zu erklären, dass das Stück sowieso langweilig gewesen wäre. War natürlich nur Spaß. Denn die Kaperfahrt zur "Pirateninsel" stellte sich als recht humorvolle Seereise heraus, bei der die Gags förmlich im Sekundentakt purzelten. Pfiffige Lösungen mit minimaler Ausstattung aus der Besenkammer. Ob Leitern und Schirme unterschiedlicher Größe, Mopp, Schrubber, Gießkanne, Eimer, Fliegenklatsche oder Koffer - aus all diesen Utensilien "bastelten" sie ihr Piratenschiff einschließlich der Geschichte drumherum.

Neben der Feinripp-Unterwäsche als Flagge waren natürlich die "Mehr-Loch-als-Socke"-Strümpfe der Knaller, worauf die Kinder dem Piratenchef den furchterregenden Namen "Captain Stinkesocke" verliehen. Immer wieder necken sich die beiden und wenn dies hinter dem Rücken des anderen passierte, haben die Kinder besonders viel zu lachen.

Grandios die Mimik und die Spielfreude, mit der die Akteure im Sauseschritt die Bühne für sich einnehmen. "Genauso muss Kindertheater sein", lobt die Mama des sechsjährigen Moritz und dessen drei Jahre älterer Schwester Alina. Vor zwanzig Jahren gründeten Uwe Drotschmann und seine private wie berufliche Partnerin Loraine Iff ihr professionelles freies Tourneetheater namens "Theaterkiste" und unterhalten seitdem Erwachsene wie Kinder gleichermaßen.

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