Das Tal der Ampeln

Auf rund drei Kilometern vier Baustellen, an denen der Verkehr geregelt wird: Das gibts zwischen Krummwälden und Ottenbach. Doch am Freitag soll der Spuk weitgehend vorbei sein.

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Stau kurz vor Ottenbach am helllichten Nachmittag: Wer Pech hat, steht vier Mal hintereinander - drei der Baustellen sollen aber heute fertig werden.  Foto: 

Bis in den Verkehrsfunk hat es die Kreisstraße zwischen dem Eislinger Teilort Krummwälden und Ottenbach noch nicht geschafft, und das, obwohl die Zustände an die A 8 zwischen Stuttgart und Karlsruhe erinnern. Eine Baustelle folgt auf die nächste, wer aus Richtung Salach kommt, steht - wenns dumm läuft - sage und schreibe an vier Baustellenampeln. Auf einer Strecke von gerade einmal dreieinhalb Kilometern Länge. Zumindest kurzfristig wurde aus dem Tal der Liebe das Tal der Ampeln.

"Die Belagsarbeiten sollen bis morgen andauern", versprach gestern der stellvertretende Leiter des Eislinger Tiefbauamts, Michael Sonn. Heute wollen die Bauarbeiter die Ampeln wieder abbauen, die sie am Dienstag aufgestellt hatten. Doch Sonn kann gar nichts für die Baustellen, verantwortlich ist das Straßenbauamt der Kreise Esslingen und Göppingen. Die Stadt Eislingen ist nur Bauherr einer vierten - ebenfalls ampelgeregelten - Baustelle am Krummwälder Ortseingang aus Richtung Salach kommend: Hier wird derzeit eine Verkehrsinsel gebaut, damit Fußgänger die Straße besser überqueren können.

Ursprünglich sollten die Arbeiten am 22. Juli erledigt sein, vermutlich werde es nun aber 1. August, sagt Sonn. "Es gibt ein bisschen Mehraufwand bei der Entwässerung und eine längere Randsteinführung", erläutert er. Wenn die Bauarbeiter am südlichen Ortseingang fertig sind, ziehen sie um nach Norden: Anschließend wird nämlich am Ortsende in Richtung Ottenbach ebenfalls eine Verkehrsinsel gebaut.

Unterdessen behelfen sich manche Ottenbacher mit der Strecke über Hohenstaufen, um aus ihrem Tal ungebremst hinauszukommen. So wie gestern Abend Bürgermeister Oliver Franz, der zu einem Termin ins Landratsamt musste. "Das ist halt so", meint er und ist froh, dass wenigstens alle Belagsarbeiten in einem Aufwasch gemacht werden. "Man muss es halt irgendwann machen." Das passe zwar auch wieder manchen Zeitgenossen nicht, die sich dann beschwerten, warum alle Baustellen zur gleichen Zeit in Betrieb sind. Der Bürgermeister jedenfalls bleibt gelassen und sieht die Sache realistisch: "Ich gehe mal davon aus, dass wirs überleben."

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