Das Potenzial für Seniorenhilfe nutzen

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In Heiningen gibt es schon viel für Senioren. Das Haus in der Breite, die Seniorenfachberaterin, ein Pflegeheim, den Senio­renbeirat, den früheren Krankenpflegeverein, der jetzt „Miteinander-Füreinander“ heißt, den Fahrdienst Huno.  Ganz aktuell hat eine Kümmerin die Notfall­dose nach Heiningen gebracht. Bürgermeister Norbert Aufrecht schätzt sich glücklich über so viel Engagement. „Wir haben schon sehr viel Potenzial.“

Das will die Gemeinde nutzen. Sie bewirbt sich beim Ideenwettbewerb für alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung, den das Land aus der Taufe gehoben hat.  Wer neue Ideen hat, kann auf Fördergelder hoffen, um sie auszuprobieren. Hauptamtsleiterin Barbara Dill hat die Teilnahme vorgeschlagen und beim Gemeinderat einhellige Zustimmung gefunden.

Was man der Jury vorschlagen will: „Uns fällt da einiges ein“, sagt der Schultes. Auf der Agenda steht ein Begleitdienst ergänzend zum Huno. Den kann die Gemeinde schon mal in den Antrag schreiben. Anderes muss nicht konkret sein und soll sich auch aus einer Bürgerbeteiligung entwickeln können. „Wir wollen Lücken identifizieren und neue ­Ideen finden“, sagt die Amtsleiterin, sodann Vorhandenes vernetzen und Nachhaltigkeit entwickeln. Eine Mitgestaltung der Projekte durch Bürger und Akteure wird verlangt und gehört auch zum Selbstverständnis der Gemeinde. „Wir wollen nicht etwas überstülpen“, sagt Barbara Dill. Sie hat schon „Schlüsselpersonen“ im Kopf, auf die sie zugehen will. Und dann muss Bürgerbeteiligung kommen. Ob als Workshop, Umfrage oder in anderer Form. Wichtig seien zum Beispiel die pflegenden Familien. Die Bewerbung muss sich zwingend mit „Pflege und Unterstützung im Alter befassen“, sagt Barbara Dill. Das ist gewissermaßen der Untertitel. Der Ideenwettbewerb selbst ist überschrieben mit „Quartier 2020 Gemeinsam. Gestalten.“  Claudia Schlürmann (Frauenliste) findet den Blickwinkel richtig. Es sei ein Aufwand, Pflege zu organisieren. Die Hauptamtsleiterin will auch das Thema Demenz abklopfen. Bestehe Handlungsbedarf? Oder sei das gut abgedeckt vom Kreis? Der Leitfaden: Ältere Menschen sollen möglichst lange zuhause leben können. „Immer mehr sind alleinstehend, die Kinder sind in der ganzen Welt verstreut“, stellt Barbara Dill fest.

Es muss schnell gehen mit dem Antrag,  die Frist ist knapp und würde nicht für eine vorherige Bürgerbeteiligung reichen. Kir­­­s­ten Lorenz (Frauenliste) kritisierte das. 

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