Das Obere Filstal erobert

Sangesfreude, Klangvielfalt und reichlich Spaß brachten die Chorreichen Sechs aus dem Unteren Filstal mit, ins Residenzschloss in Wiesensteig. Das Publikum gewannen sie für sich vom ersten Ton an.

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Die Chorreichen Sechs aus dem Unteren Filstal zeigten im Wiesensteiger Schloss eine außerordentliche Sangesfreude und Klangvielfalt.  Foto: 

"Für alles Schwere braucht man das Leichte", so begrüßte Romy Beisenwenger das Publikum des Benefizkonzerts im Residenzschloss in Wiesensteig. Gemeinsam mit Ulrike und Raimund Storr, den gastronomischen "Schlossherren" in Wiesensteig organisiert sie zum Jahresende diesen kulturellen Event in Verbindung mit der Vernissage bei florArt Beisenwenger. Die Einnahmen des Abends gehen an das Kinderhospiz Sankt Martin in Stuttgart-Degerloch.

"Für alles Schwere braucht man das Leichte", mit diesen Worten gab die Gastgeberin weiter an das A-Capella Ensemble "Die Chorreichen Sechs". Diese Leichtigkeit setzte unmittelbar ein: Es wurde geschnipst, gewippt, geklatscht, gesungen und vor allen Dingen gelacht. Die sechs Gesangskünstler aus dem Unteren Filstal zeigten eine außerordentliche Sangesfreude und Klangvielfalt und ließen keine Sekunde Langeweile aufkommen. Vor bereits 25 Jahren fanden sich die Musiker zusammen.

Das Ensemble besteht aus Markus Mollenkopf (Tenor) aus Armin Walter (Bass), Gregor Kissling (Bass), Peter Carle (Tenor), Rolf-Peter Kielkopf (Tenor), Bernd Carle (Bariton). Am Benefizabend wählten die Chorreichen Sechs einen sportlichen roten Faden und beschossen mit viel Spaß während des Abends immer wieder eine Torwand. Einen diebischen Spaß hatten die sechs "Jungs" hierbei, aber auch an der Moderation ihres Sangeskollegen Peter Carle.

Bei witzigen langatmigen Erläuterungen, zum Beispiel über den Vertrieb der Melodica, blieb auch beim Publikum kein Auge mehr trocken. Über das Komödiantische hinaus bewiesen die sechs Musiker ihr stimmliches Können in allen Genres. Sie bauten die Erkennungsmelodie des Sportstudios in mehreren Versionen und unterschiedlichen Tempi ins Programm ein.

Eine Interpretation des Titels "Tebje pojem" der Don Kosaken brachte die russische Seele ins Residenzschloss, ganz ohne Ulk. Beim Publikum kam dies sehr gut an und wurde mit reichlich Beifall belohnt.

Der Titel "Lebewohl", ein bayrisches Gstanzerl, begeisterte in seiner Schlichtheit. Titel aus den 50er Jahren bis hin zur Disco Zeit der 70/80er Jahre zeigten das breite Repertoire der sechs Musiker. Instrumente imitierend begleitete sie stets mindestens eine Luftgitarre, eine Trompete, ein Bass und mal ein ganzes Orchester.

Armin Walter lieferte sich mit Peter Carle ein Schlagzeug-Duell bei vollem Körpereinsatz. Das begeisterte Publikum belohnte mit tosendem Applaus. Den Titel "We will rock you" von Queen vertexteten die Musiker zu "Alle meine Entchen", verbunden mit einer rhythmischen Choreographie und Klatschen. Der Wiesensteiger Florist Tom Beisenwenger, bekannt als Musiker in zahlreichen Ensembles und leidenschaftlicher Saxofonist und Blues Harp Spieler, machte aus den "Chorreichen Sechs" für einen Titel lang die "Chorreichen Sieben". Die Chorreichen Sechs, die bisher vorwiegend im Unteren Filstal aufgetreten sind, haben nun wohl auch das Obere Filstal erobert.

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