Claudia Dörner: Herzblut fürs angestrebte Amt

Als einzige Kandidatin für das frei werdende Amt der Bürgermeisterin in Rechberghausen hat sich Claudia Dörner jetzt vorgestellt.

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Zuversichtlich: Claudia Dörner ist die einzige Kandidatin für die Ruf-Nachfolge in Rechberghausen.

Wer zuhause den Takt angibt, dürfte klar sein: Dominik Dörner hat es als Berufsmusiker und Dirigent ja gelernt. Aber Ehefrau Claudia möchte künftig ein ganzes Dorf dirigieren Die 33-Jährige stellte sich als einzige Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin in Rechberghausen vor. Rathauschef Reiner Ruf geht im Sommer in den Ruhestand. Die Reaktionen der mehrere hundert Besucher im Haug-Erkinger-Saal tendierten von Begeisterung bis zu Kopfnicken.

Claudi Dörner trat ganz in schwarz-weiß auf: weiße Jacke, dazu ein schwarzes Kleid mit weißen Applikationen und schwarze Pumps. Sie wolle Bürgermeisterin werden in einer liebens- und lebenswerten Gemeinde. Sie habe den Sachverstand, die Fachkompetenz, bringe aber auch Kreativität und das Herzblut dafür mit. 1982 sei sie in Ostfildern geboren, in Reichenbach an der Fils aufgewachsen und wohne nun seit mehr als sieben Jahren in Roßwälden: "Ich bin ein Kinder der Region!" Sie wolle eine Bürgermeisterin der Bürger sein: "Direkt mit der Bevölkerung arbeiten und mit Ihnen unsere Heimat gestalten." Dazu gehörte auch die Information der Bürger durch Bürgersprechstunden und -versammlungen. "Ich bin überzeugt, dass wir gut zusammenpassen", sagte sie den Rechberghäusern im Festsaal. Sie könne als parteilose und unabhängige Kandidatin die "Bürgermeisterin für alle sein".

Im übrigen sei für sie das Amt "ein Traumberuf". Sie habe in den vergangenen Wochen mit 29 Vereinen und Organisationen Kontakt gesucht und erfahren, wo der Schuh drücke. Will sie nach Rechberghausen ziehen? "Ja, ich habe die Absicht", erklärte sie resolut. Aber das sei natürlich abhängig von einem Bauplatz oder Häuschen, "das uns gefällt". Bis es soweit sei, werde sie auf jeden Fall im Ort präsent sein. Dann kam wohl die Gretchenfrage, nämlich die nach dem Kinderwunsch: "Damit habe ich gerechnet", erklärte Claudia Dörner. "Ich bin ein überlegter Mensch."

Derzeit bestehe keine Kinderplanung. Aber selbst dann sei mit ihrem Mann bereits alles so geplant, dass sie auch mit Kind das Amt 150-prozentig weiterführen könne. Zögerlichen Applaus gab es bei der Frage nach Flüchtlingsunterkünften: "Diese Aufgabe wird uns in den nächsten Monaten schwer beschäftigen." Wichtig sei der Arbeitskreis Asyl, an dem derzeit zwölf Ehrenamtliche mitwirkten. Den solle man möglichst verstärken, um Flüchtlingen in Rechberghausen eine neue Heimat zu geben. Dafür punktete Claudia Dörner wieder, als sie deutlich machte, dass sie grundsätzliche Aufgaben der Verwaltung nicht outsourcen und in die Hände privater Dienstleister geben möchte: "Das sehe ich als sehr kritisch an. Der Bauhof ist sehr viel flexibler als ein privates Unternehmen. Alles, was in Gemeindehand bleiben kann, sollte dort auch bleiben!"

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Bürgermeisterwahl in Rechberghausen

Bei der Bürgermeisterwahl am 26. April in Rechberghausen kandidiert nur eine Bewerberin: Claudia Dörner (33) aus Ebersbach-Roßwälden. Sie arbeitet als Haupt- und Ordnungsamtsleiterin im Rathaus Dettingen unter Teck (Kreis Esslingen).

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