Chorreiche Sechs singen sich durch die Genres

Die Chorreichen Sechs sind wie guter Rotwein, sie werden nicht älter, sondern besser. Seit 27 Jahren singen sich die durch jegliche Stilrichtungen und haben zur Freude ihrer vielen Fans noch längst nicht genug.

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Vom Geburtstagsständchen zum Sextett: Markus Mollenkopf, Rolf-Peter Kielkopf, Peter Carle, Bernd Carle, Gregor Kissling und Armin Walter (von links) stehen als die Chorreichen Sechs auf der Bühne.  Foto: 

Wie so oft im Leben, tut man Freunden einen Gefallen oder macht irgendetwas aus einer Laune heraus und daraus entwickelt sich eine Erfolgsgeschichte. In diesem Fall ist es ein gesanglicher Selbstläufer, den sechs Männer aus Uhingen zwischen 46 und 53 Jahren so nie erwartet hätten, auch wenn dahinter seit dem ersten Ton jede Menge Arbeit, Disziplin, Willen und Können dahintersteckt. "Leit, horchet amol her. Mei Vater wird 50 und do könnten wir doch was zu seinem Ehrentag singa", fand einst Markus Mollenkopf.

Es war 1988 als das befreundete halbe Dutzend dem Jubilar und allen Gästen neben der Freude zudem beweisen wollte, dass man auch ohne Verstärker und E-Gitarre, nämlich nur mit reinen Gesang, gute Musik machen kann. Damals noch namen-, aber keinesfalls atem- oder gar talentlos, nannte sich die zusammengewürfelte Gruppe "Die Chorreichen Sechs". Alle stammen aus dem Kreis Göppingen und sind in der Uhinger Kulturszene fest verwurzelt.

Die A-capella-Gruppe setzt wie folgt zusammen: Tenöre sind Markus Mollenkopf, im wahren Leben Gruppenleiter bei der Lebenshilfe Geislingen, selbstständiger Zimmermeister Rolf-Peter Kielkopf, Schulleiter Peter Carle, dessen Bruder Musiklehrer Bernd Carle (Bariton) und "unselbständiger" Forstbeamter Armin Walter, der Mann für die tiefen Zwischentöne sowie Musiker und Musiklehrer Gregor Kissling, beide Bass. Dieser Auftritt brachte den Stein ins Rollen. Denn die Resonanz auf das Geburtstagsständchen war so positiv, dass sich sofort weitere Aufführungen bei ähnlichen Gelegenheiten ergaben, erinnern sie sich gerne zurück und staunen darüber, dass mittlerweile schon "Silberhochzeit" gefeiert wurde.

Zusammengeschweißt seien sie ja eh wie ein Ehepaar und weit davon entfernt, sich je zu trennen. Immer wieder bekamen sie Anfragen, ob man noch mitsingen könne, aber das wollte keiner der "Jungs". Selbst wenn mit der steigenden Zahl der Konzerte ständig ihr Repertoire erweitert wurde, Unstimmigkeiten oder Streit ist den Freunden ein Fremdwort. "Probieren wir einen neuen Titel, müssen alle Bock drauf haben und inspiriert sein", verrät Bernd Carle. Ohne sich auf ein bestimmtes Genre festzulegen, wird bei den Proben gemeinsam ausgetestet, was geht und was nicht. "Es muss einfach passen, harmonisch im Gleichklang sein und alle sollen sich dabei wohl fühlen", sagt Bernd Carle, nach dem Motto "Sechs oder Selters".

Bei jedem Konzert singt und rockt sich das musikalische Sextett durch alle denkbaren und undenkbaren Stilrichtungen der letzten Jahrhunderte. Ob Country, Deutscher Schlager, Filmmelodien, Hip-Hop, Klassik, Volksmusik, Pop oder Rock'n'Roll, so unterschiedlich die Lieder, geht ohne Witz und Esprit bei den Herren gar nichts. Authentisch ersetzen sie die fehlenden Instrumente einfach durch ihre Stimmen und begeistern nicht nur damit, sondern obendrein mit allem, was an Mimik, Gestik und Körpersprache dazu gehört.

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