Im Theater Sturmvogel macht Charlie die Kinder glücklich

Das Theater Sturmvogel begeistert mit „Mein Freund Charlie“ das junge Publikum.

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Viele Kinderhände streicheln zum Schluss des Theaterstücks die Bühnenhühndin Charlie.  Foto: 

Normalerweise sind Sandra Jankowski und Frank Klaffke allein auf der Bühne zu sehen, doch beim aktuellen Stück „Mein Freund Charlie“ setzt das Sturmvogel-Theater-Duo aus Reutlingen voll auf tierische Unterstützung. Doch treue Besucher der Kindertheaterwoche wissen, die Zwei spielen nicht für Kinder, sondern auch mit ihnen, denn fortwährend regen sie zum Mitmachen an. Und das funktioniert hervorragend, selbst wenn die Titelheldin des Stücks erst ganz am Schluss „sichtbar“ wird.

Tisch, Stuhl, ein karger Baum, ein schwarzer Vorhang, über den eine Handvoll passender Utensilien hängen – sehr viel mehr gibt das Bühnenbild nicht her. Braucht es auch nicht, denn die Geschichte eines Phantasiehundes ist autobiografisch. „Ich habe mir als Kind immer einen Hund gewünscht, als Freund, weil ich einsam war“, verrät Sandra Jankowski, die sich in dem Stück Kim nennt. Gerade ist sie mit ihrem Papa (Frank Klaffke, der in weitere Rollen wie den Gustav, Tierpfleger, Spaßmacher und die Lehrerin schlüpft) in die Stadt gezogen. Und weil ihr geschiedener Vater ständig arbeitet, wünscht sich Kim einen Freund.

Menschen enttäuschen

Leider stellt sich ihr Klassenkamerad Gustav als Dieb ihrer Hausaufgaben heraus, was wiederum die strenge und schrille Mathematik-Lehrerin Frau Hasenpups erzürnt. Bis auf den bunten Scherzkeks – die Menschen, auf die Kim trifft, enttäuschen sie. Am liebsten hätte sie einen Hund – so einen wie Charlie, der früher bei ihrer Familie lebte.

Da ihr Vater dafür aber keine Zeit hat, findet das Mädchen eine andere Lösung: „Wenn ich keinen Hund bekomme, dann stelle ich mir eben einen vor“, lautet ihr Plan und fortan begleitet sie ihr imaginärer Freund. Einfach klasse, wie die zwei Mimen, insbesondere Sandra Jankowski, die Kinder mit einbeziehen. Immer wieder holt sich Kim Rat beim Publikum, stellt Fragen wie „habt ihr Freunde?“ oder „wisst ihr, was alles unsichtbar ist?“ Und das erweist sich mit Antworten wie „Luft, Liebe oder Superhelden“ als „ganz schön schlau“, wie sie treffend bemerkt.

Wie ein Wirbelwind springt sie zur  Musik über die Bühne und regt mit ihrer Botschaft zum Nachdenken an. Gängige Lieder, passend zum Thema sowie musikalisch untermalte Szenen bringen Abwechslung in das durch den Dialog mit dem Publikum gezeichnete Stück. Sehenswertes Kindertheater, mit dosierten Lektionen fürs Leben –  so lernen die Kinder, was einen echten Freund ausmacht.  Am Schluss reihten sich alle in die Schlange ein, denn wer sich traute, durfte Charlie streicheln. Denn die schwarze Mischlingshündin war nicht nur echt, sondern auch eine Seele von Hund.

Info Am Mittwoch, 6. September wird Charlie um 16 Uhr (Einlass 15.45 Uhr) in der Zehntscheuer Süßen gespielt.

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