CDU und SPD wollen Wähler zurückgewinnen

Die etablierten Parteien seien am Sonntag  abgestraft worden, jubelt der AfD-Kreisverband. Die Abgeordneten Färber und Baehrens reagieren erschreckt.

|

Natürlich sei das Wahlergebnis vor allem von der Flüchtlingskrise beeinflusst, erklärt der Böhmenkircher CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Färber die Niederlage seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern. Färber sieht es als Aufgabe seiner Partei an, der Verunsicherung der Menschen zu begegnen. Er verweist auf Erfolge: „Der Zuzug von Flüchtlingen ist bereits sehr stark zurückgegangen, die Registrierung funktioniert mittlerweile, die Verfahren laufen viel schneller ab, und es werden mehr nicht-bleibeberechtigte Menschen abgeschoben.“ Färber will die AfD mit ihren „angeblichen Patentlösungen stärker und konkreter infrage stellen“, um so die Wähler wieder zurückzugewinnen Er bleibt bei seiner Einschätzung, „dass die AfD nichts zur Lösung konkreter Probleme beiträgt“.

Die Wähler zurückgewinnen will auch die Göppinger SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens. „Wir müssen auf die Nöte der Menschen reagieren und mit denjenigen ins Gespräch zu kommen, die diese Sorgen haben.“ Im vergangenen Jahr seien deshalb wichtige Beschlüsse gefasst worden, der Flüchtlingsbewegung zu begegnen. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir als politisch Verantwortliche viel dafür tun, um deutlich zu machen, dass auch zukünftig die soziale und öffentliche Sicherheit in unserem Land gewährleistet wird. Es geht auch darum, das Vertrauen zurückzugewinnen, dass unsere Gesellschaftsordnung und unsere Demokratie in der Lage ist, damit fertig zu werden.“ Dass die AfD sogar eine große Volkspartei, die CDU, überholt hat, „erschreckt mich sehr“, sagt Baehrens. Dies zeige, dass die „einfachen Antworten der AfD verfangen“. Das Wahlergebnis als Sieg der SPD zu bezeichnen, wäre vermessen, so Baehrens.

Der Göppinger AfD-Kreisverband hat am Sonntagabend gefeiert, dass ein großer Teil der christlich-konservativen Wähler und auch der Arbeiterschaft zur AfD abgewandert sei, erklärt Kreisvorsitzender Volker Münz. Die Verantwortung tragenden Parteien seien „zu Recht für ihre verheerende, grundgesetzwidrige Politik der grenzenlosen Zuwanderung abgestraft worden“. Die Grünen hätten sogar für ihre „links-ideologischen Gesellschaftsexperimente die Quittung erhalten“.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Schlaganfallversorgung: Minister bleibt bei seiner Entscheidung

Das Positionspapier des Kreistags beeindruckt das Ministerium nicht: „Keine neuen Fakten.“ Kreisräte fordern Veröffentlichung des geheimen Gutachtens. weiter lesen