Carl Stahl mischt bei der Expo mit

Unter dem Motto "Feeding the Planet, Energy for Life" lädt Mailand noch bis 31. Oktober Besucher aus aller Welt zur Expo 2015. Zu sehen sind auch Produkte der Firma Carl Stahl aus Süßen.

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 Der Deutsche Pavillon auf der Expo in Mailand. Auch die Süßener Firma Carl-Stahl hat ihren Anteil an der außergewöhnlichen Architektur.  Foto: 

Der Deutsche Pavillon "Fields of Ideas" greift das Leitmotiv der Weltausstellung auf und gibt auf einer Fläche von 4900 Quadratmetern Einblick in neue Lösungsansätze für die Ernährung der Zukunft. "Organisch fließende Formen sind Sinnbild für zukunftsweisende Innovationen, gründend auf dem Vorbild der Natur", erzählt der Leiter des Unternehmensbereichs Architektur der Süßener Carl Stahl GmbH, Christian Fähndrich. Auf den frei begehbaren Flächen würden stilisierte Pflanzen als Ideen-Keimlinge aus der Ausstellung im Innern des Pavillons emporwachsen und ein großes Blätterdach entfalten. "Als zentrales Gestaltungselement verbinden sie Außenraum und Innenraum, Architektur und Ausstellung auf einzigartige Weise", erzählt Fähndrich.

Überzogen mit einer flexiblen photovoltaischen Membran aus Edelstahlseilnetzen von "Carl Stahl Architektur" vereinten die energieerzeugenden Solar-Bäume Form, Funktion und Nachhaltigkeit. "Leicht und filigran überspannt die Tragwerkskonstruktion der Solarbäume den Außenbereich des Pavillons und trägt die integrierten organischen Photovoltaik-Module von Belectric OPV, einem der führenden Hersteller organischer Solarzellen", erklärt Vito Gualazzini, der als Projektleiter seitens der Carl Stahl GmbH in Süßen für den Expo-Beitrag zuständig ist. Organische Photovoltaik-Module werden aus Kohlenwasserstoff-Verbindungen hergestellt und nicht wie herkömmliche Module aus Silicium. Das speziell gefertigte Sechsecknetz passte das Süßener Traditionsunternehmen exakt an die Anforderungen des OPV-Systems an. "So geht das Pilotprojekt ganz neue Wege bei der Einbindung von Photovoltaik in der Architektur", berichtet der Projektleiter. Die komplexe Entwurfsplanung sei in enger Zusammenarbeit mit Belectric OPV und den Architekten des Münchner Büros Schmidhuber erfolgt. "Das Ergebnis setzt Maßstäbe in der nachhaltigen Architektur", freut sich Vito Gualazzini. "Ein wichtiger Baustein ist dabei unser Produkt 'X-TEND', das nahezu unbegrenzte gestalterische Möglichkeiten in der Leichtbauarchitektur bietet." Die Innovationskraft, die in diesem Projekt stecke, werde auch daran deutlich, dass es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werde, betont Vito Gualazzini.

Die 1880 als einfache Seilerei gegründete Firma Carl Stahl ist bereits zum wiederholten Male auf der Expo vertreten. Bei der Weltausstellung 2010 in Shanghai zierte das Edelstahlseilnetz aus Süßen unter anderem als preisgekrönte "Flashing Façade" den Schweizer Pavillon. Eine interaktive Kombination aus einer "X-TEND"-Fassade und tausenden roten LED-Leuchten mit integrierten Solarzellen lieferte seinerzeit ein faszinierendes Lichtspiel auf der Außenhülle des eidgenössischen Beitrags. Auch bei der vergangenen Weltausstellung konnte ein Edelstahlseilnetz aus Süßen als Teil der Konstruktion des Deutschen Pavillons bewundert werden.

Seit dem Jahr 1990 ist in dem weltweit tätigen Traditionsunternehmen der Unternehmensbereich "Architektur" für komplexe, innovative und besondere Architekturanwendungen wie Geländerfüllungen, Absturzsicherungen, Verkleidungen sowie Zoo-Anlagen verantwortlich. "Von der Beratung und Planung über die statische Berechnung und die Herstellung bis hin zur Montage bieten wir alles, was zur Verwirklichung kreativer Ideen aus Seilen, Netzen und Edelstahl-Systemkomponenten benötigt wird", sagt Prokurist Christian Fähndrich. Auch bei der Mailänder Expo geht der Beitrag aus Süßen über den deutschen Pavillon hinaus. Insgesamt wurden 12.000 Quadratmeter der Carl Stahl-Netze auf dem Expo-Gelände als Geländerfüllungen und Sicherungen an Wasserläufen verbaut.

"Es ist eines von vielen faszinierenden Projekten an denen die Carl Stahl GmbH beteiligt ist", sagt Christian Fähndrich. "Leisten können wir das dank unserer motivierten und qualifizierten Mitarbeiter", betont der Bereichsleiter.

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