Bussardattacke auf Eschenbacher Bürgermeister

Vom Bussard attackiert, von geschützten Vögeln besucht: Der Eschenbacher Bürgermeister Thomas Schubert ist dieser Tage intensiv mit der Vogelwelt in Berührung gekommen.

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    Greifvögel sind seine Lieblingstiere: Eschenbachs Bürgermeister Thomas Schubert.
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Dass Bussarde auch Respektspersonen angreifen, ist nicht neu. Der Hausherr im Bad Boller Wald, Revierförster Martin Gerspacher höchstselbst, hatte sich schon der Attacken eines Bussards zu erwehren, dessen Kreise er nichtsahnend gestört hatte. Jetzt machte auch der Eschenbacher Schultes Thomas Schubert diese Erfahrung. Gleich an zwei Tagen ist er joggenderweise am Kuhnberg einem Bussard ins Gehege gekommen, und jedes Mal wurde er mit "Scheinattacken" vertrieben. Da ist er dann schon "geschwind erschrocken", als der Vogel so zehn, 20 Zentimeter über seinen Kopf hinwegflog. "Man spürt den Lufthauch", erzählt er. Und: "Man hört ihn im heranfliegen nicht. Schubert hat sich dann umsichtig zurückgezogen. Der Schultes nimmt es "dem Kamerad" nicht übel. So sei das halt in der Brutzeit, er sehe das unproblematisch und man sei im Voralbgebiet ja stolz auf den Vogelbestand. Mehr noch: "Greifvögel sind meine Lieblingstiere", verrät der Schultes. "Insofern war es für mich ein Highlight, den König der Greifvögel - den Adler - selbst schon beim Trekking in Nepal sowie beim Alpencross mit dem Mountainbike im Rheintal gesehen zu haben."

Es folgte noch ein Highlight: Im Garten von Familie Schubert stellten sich Halsbandschnäpper ein. Erst einer, dann zwei, und das Pärchen zielte auf den Nistkasten der vogelfreundlichen Familie. Identifiziert hat sie Schuberts Frau, die sich gut mit Vogelarten auskennt. Das hat die Bürgermeister-Familie fasziniert. Halsbandschnäpper sind nicht irgendwelche Piepmätze, sondern ein wesentlicher Grund für die Ausweitung des Vogelschutzgebiets in den Streuobstwiesen des Albvorlandes. Wenn man so will: Ihnen haben die Voralbgemeinden all die Beschränkungen zu verdanken.

Lange währte der hohe Besuch aber nicht. Hausbesitzer Schubert wollte den Garten nicht komplett den gefiederten Gästen überlassen und schon auch den Liegestuhl nutzen. Das war den Halsbandschnäppern offenbar nicht geheuer, und so zogen sie wieder von dannen. Schubert hat sich dann von Vogelexperte Wolfgang Lissak aus Heiningen bescheinigen lassen, dass er der erste ihm bekannte Schultes mit einem Halsbandschnäpper im Garten sei.

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