Busrundfahrt statt Empfang

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Rund 800 neue Bürger ziehen jedes Jahr nach Uhingen. Ob man für sie einen Neubürgerempfang anbieten oder lieber eine Busrundfahrt durch die Stadt organisieren soll, das war jetzt Diskussionsthema im Verwaltungsausschuss. Es war einer von vielen Anträgen der Fraktionen aus den letztjährigen Haushaltsberatungen, die bis dato noch nicht „abgearbeitet“ sind. Susanne Widmaier (SPD) plädierte für einen Empfang im Uditorium, auch wenn der Aufwand, wie Bürgermeister Matthias Wittlinger zu bedenken gab, höher sei. „Es geht nicht nur darum, die Stadt kennenzulernen, sondern auch Kontakte zu knüpfen. Es gibt nicht viele Gelegenheiten in Uhingen, wo man miteinander ins Gespräch kommen kann,“ meinte sie.

Andere tendierten mehr zur Rundfahrt. Rainer Frey (FWV) empfahl, die Neubürger mit den städtischen Einrichtungen bekannt zu machen wie Wertstoffhof, Bauhof oder Kläranlage. Für Ulrich Langer (FDP) war die jährliche Rundfahrt des Ebersbacher Ex-Stadtoberhaupts Sepp Vogler durch die Stadt mit anschließender Einkehr auf dem Stadtfest ein gelungenes Beispiel. Busrundfahrten für Neubürger fanden schließlich eine Mehrheit.

Eine gute Gelegenheit auch für die Alteingesessenen, die städtischen Einrichtungen mal ganz neu kennenzulernen, sind Tage der offenen Tür, deshalb wurde beantragt, diese häufiger anzubieten. Susanne Widmaier hat die Erfahrung gemacht, dass eine Führung durch die Kläranlage hochinteressant sei und das Umweltbewusstsein der Bürger fördere. „Wir haben beim Seefest fünf oder sechs Führungen angeboten, die waren alle voll“, berichtete Bürgermeister Matthias Wittlinger. Solche Führungen machen aus seiner Sicht aber nur bei Kläranlage und Bauhof Sinn. Die Museen, die Stadtbücherei, das Uditorium, Kindergärten, Bäder und das Rathaus seien ja ohnehin für die Öffentlichkeit zugänglich. Rainer Frey (FWV) kann sich vorstellen, die Neubürger-Busfahrten probeweise für alle Uhinger Einwohner zu öffnen. Zunächst wird es aber bei einer Neuauflage der Führungen in der Kläranlage und im Bauhof bleiben.

Die Öffnungszeiten der Gas­tronomie auf Schloss Filseck, so ein weiterer Antrag, sollen nach der Anlaufphase optimiert werden. Der Landschaftspark sei ein Besuchermagnet geworden, deshalb sei es schade, wenn bei schönem Wetter der Biergarten nicht geöffnet sei, meinte Bürgermeister Wittlinger. Auch der Förderkreis habe daran ein starkes Interesse, meinte Ulrich Langer (FDP), aber da sei noch „Sand im Getriebe“. Sabine Braun (CDU) wünscht sich „zumindest einen Unterstand bei schlechtem Wetter“, noch besser, ein geöffnetes Lokal. „Eine Öffnung von 24 Stunden an sieben Tagen ist sicher nicht möglich, auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit“, dämpfte der Bürgermeister zu hohe Erwartungen. Die Öffnungszeiten seien auch schon erweitert worden. Zumindest eine der Lokalitäten Restaurant, Schlossschenke oder Biergarten habe täglich geöffnet. Man bleibe dran, versprach Wittlinger.

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