Bürgerauto "Huno" für ältere Heininger nimmt Fahrt auf

Am Montag startete am Heininger Rathaus "Huno" seine Jungfernfahrt. 24 ehrenamtliche Fahrer sorgen künftig dafür, dass "Huno" ältere und bewegungseingeschränkte Heininger Bürger von A nach B bringt.

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Am Montag startete am Heininger Rathaus das Bürgerauto "Huno" seine Jungfernfahrt. 24 Fahrer bringen jetzt ältere Menschen von A nach B.  Foto: 

Strahlend entsteigen zwei ältere Damen dem schokoladenbraunen VW-Caddy. Sie haben sich von Bürgermeister Norbert Aufrecht vors Rathaus chauffieren lassen, um mit auf "Huno" anzustoßen, der ihnen und vielen anderen für die Zukunft mehr Unabhängigkeit verspricht. Für die beiden Damen aus der Gartenstraße und der Schneckengasse in Heiningen ist der Weg zum Einkauf, der anschließend getätigt werden soll, nämlich eine halbe Weltreise.

Künftig braucht in Heiningen niemand mehr zu warten bis Kinder oder Enkel Zeit haben. Eine Freundin besuchen, den Arzttermin wahrnehmen, zum Friseur oder zum Schwimmen gehen - durch "Huno" ist dies alles möglich, ohne vorher jemanden bitten zu müssen. Ein Anruf am Abend zuvor genügt und schon wird man direkt vor der Haustüre abgeholt und später wieder dorthin gebracht.

Bürgermeister Norbert Aufrecht wünschte "Huno", dass er unfallfrei durchs Jahr kommen möge und machte deutlich, dass der ehrenamtliche Fahrdienst ein absoluter Gewinn für die Gemeinde sei. Er freue sich, dass sich so schnell so viele ehrenamtliche Fahrer gemeldet hätten.

Heiningen übernimmt Modell aus Mögglingen

Die Tatsache, dass Einkaufsmöglichkeiten und viele infrastrukturelle Einrichtungen wie Friedhof, Sporthalle oder Ärzte im Süden der Gemeinde angesiedelt sind, hatte dazu geführt, dass lange Zeit das Thema Bürgerauto hin und her gewälzt wurde. Aus verschiedenen Gründen wurde nie ein Knopf daran gemacht.

Hans Fettweiß brachte den Seniorenbeirat schließlich auf eine bessere Idee. Er erfuhr von einem Verein in Mögglingen, der schon seit zehn Jahren einen ehrenamtlichen Fahrdienst betreibt. Der gab gerne Auskunft und Heiningen übernahm das Modell größtenteils. Es zeigte sich, dass soziales Miteinander auch zügig funktionieren kann. Der Verein "Miteinander-Füreinander" (früher Krankenpflegeverein) finanzierte und beschaffte das Fahrzeug, an dem sich die Gemeinde mit 3000 Euro beteiligte. Schnell wurden freiwillige Fahrer gefunden und Annemarie Fischer, Waltraud Otto, Irene Stolte und Hanna Seyfang kümmerten sich um die Organisation und Koordination.

Info: Der Fahrdienst steht an Werktagen von 8 Uhr bis17 Uhr zur Verfügung. Anmeldung einen Tag vorher von 17 bis 18 Uhr unter Telefon: (0152) 268 881 01. Gefahren wird im Umkreis von sieben Kilometern, die Bezahlung erfolgt auf Spendenbasis.

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