Bürger und Politik feiern das Stromtrassen-Aus mit Fest in Börtlingen

Bei bester Laune wurde am Sonntag am Reinhold-Maier-Turm das Protest-Banner gegen die geplante neue Stromtrasse wieder eingeholt. Bei einem Fest feierten nicht nur die Börtlinger ihren Erfolg.

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Die Erleichterung war vielen Besuchern ins Gesicht geschrieben, als am Sonntag bei einer Feier das Protest-Banner gegen die geplante Stromtrasse, das vor zwei Jahren am Reinhold-Maier-Turm angebracht worden war, eingeholt wurde. Nachdem im vergangenen Monat klar wurde, dass sich die Bundesnetzagentur der Meinung eines von Landkreisen, Gemeinden und Bürgerinitiativen initiierten Gutachtens anschließt, wonach die Stromtrasse durch den Schurwald nicht ausgelastet wäre, nahm auch der Netzbetreiber Transnet BW Abstand von den Planungen der 380-Kilovolt-Leitung. Damit war die gefürchtete Trasse vom Tisch.

Karin Hess, Vorsitzende der Börtlinger Bürgerinitiative, betonte, dass der Kampf gegen die Trasse sich gelohnt habe. Sie sprach allen, die die Bürgerinitiative unterstützt hatten, ihren Dank aus: „Viele Bürger waren immer da, wenn man sie gebraucht hat.“ Zudem bedankte sie sich bei Bürgermeister Franz Wenka und den anwesenden Abgeordneten. Auch Bürgermeister Franz Wenka zeigte sich erleichtert. Er bezeichnete die Entscheidung gegen die Stromtrasse als „historischen Moment für die Entwicklung der Gemeinde“.

Die vergangenen Jahre im Kampf gegen die Stromtrasse seien „zwei Jahre der Gemeinschaft“ gewesen. Die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens (SPD) betonte, ihr Dank gelte der Geschlossenheit der ganzen Bürgerschaft. Sie habe dieses Engagement „nicht als Suche nach Schuldigen, sondern als konstruktive Suche nach Gründen und Hintergründen“ zu den Planungen empfunden. Dies sei „der Schlüssel zum Erfolg“ gewesen. Gleicher Meinung war der Göppinger Landtagsabgeordnete Jörg Matthias Fritz (Grüne): „Das, was hier aus Zusammenhalt und Gemeinschaft möglich war, ist einmalig.“

Anschließend lud der Schultes unter dem Motto „Leberkäs' statt Stromtrasse“ zur Feier ins Festzelt nach Breech ein. Denn schließlich sollten sich auch spätere Generationen noch an diesen Erfolg erinnern, sagte Wenka.

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