Börtlinger Feuerwehr erhält neues Mannschaftsfahrzeug

Für die Börtlinger Feuerwehr war es wie ein Schritt in eine neue Epoche: Das neue Mannschaftstransportfahrzeug ist modern und leichter, so dass es mit einem Führerschein Klasse B gefahren werden kann.

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Bürgermeister Franz Wenka (r.) übergab als Weihnachtsmann verkleidet das neue Mannschaftstransportfahrzeug an die Börtlinger Feuerwehr.  Foto: 

Das neue Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) der Börtlinger Feuerwehr solle möglichst die nächsten 30 Jahre halten, meinte Bürgermeister Franz Wenka scherzhaft. Das alte Fahrzeug hat bereits 36 Jahre auf den Felgen. Es stand vor dem Feuerwehrgebäude und trug noch die alten, inzwischen ungewohnten Kennzeichen ohne den blauen Europabalken an der linken Seite.

1992 habe man es von der Bereitschaftspolizei erworben und dann in Eigenarbeit für die Zwecke der Feuerwehr umgebaut, berichtete der Kommandant Karl-Eugen Schwegler. Vor allem wegen der vielen Arbeit, die die Feuerwehrmänner (Frauen inklusive) in das Fahrzeug gesteckt haben, gebe es man es nur mit einem weinenden Auge ab.

Aber das neue Fahrzeug, ein Daimler Sprinter von der Firma Schäfer in Oberdertingen, hat aber einige Vorteile. Davon abgesehen, dass es zeitgemäße Automobiltechnik ist, hat es auch ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Im Gegensatz zum alten Fahrzeug mit 4,5 Tonnen.

Die Gewichtsklasse spielt beim Führerschein eine wichtige Rolle. Nachdem der deutsche Führerschein EU-Norm angepasst wurde, dürfen Führerscheinneulinge der Klasse B (einstmals war das Klasse 3) nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen fahren. Vor der EU-Norm galt für Deutschland, dass der PKW-Führerschein für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen gilt. Zudem sind alle neun Plätze im neuen MTF natürlich mit Sicherheitsgurten ausgestattet.

Im alten Fahrzeug hatten nur Fahrer und Beifahrer Gurte. Rund 50.000 Euro kostete der neue Mannschaftstransportwagen, mit dem künftig nicht nur die Jugendfeuerwehr transportiert wird, es werde auch als "zweite taktische Einheit zusammen mit dem Tragkraftspritzenanhänger" eingesetzt, sagte Schwegler.

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