Böhmenkircher geben Gas beim Bürgerauto

Die Böhmenkircher geben Gas beim Bürgerauto: Das Auto ist finanziert und es gibt bereits 17 Fahrer. Das erste Ruftaxi soll schon im November fahren.

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„Wir sind auf einem guten Weg. Das Bürgerauto könnte schon im November fahren.“ Böhmenkirchs Bürgermeister Matthias Nägele ist zufrieden. Nachdem der Gemeinderat Ende Juli grünes Licht für ein Bürgerauto gegeben hat, haben auch die übrigen Beteiligten kräftig Gas gegeben beim Ruftaxi-Projekt für ältere Bürger ohne Fahrgelegenheit. Nägele zufolge sind bereits alle Flächen auf dem Ford Tourneo Connect an örtliche Gewerbetreibende vergeben. Die Finanzierung des rund 18 000 Euro teuren Fahrzeugs ist somit gesichert. Die Gemeinde muss für das Ruftaxi jetzt nur noch einen Betrieb gewerblicher Art (BgA) gründen, damit die Firmen für ihr Sponsoring einen Vorsteuerabzug geltend machen können.

Auch beim künftigen Betrieb kommt die Gemeinde zügig voran. Nach nur drei Aufrufen im Mitteilungsblatt haben sich bereits 17 Chauffeure für den freiwilligen Fahrdienst gemeldet. Nägele ist optimistisch, dass man das angepeilte Ziel eines durchgehenden Betriebs von 8 bis 17 Uhr an fünf Tagen in der Woche erreichen kann. Dabei werden die Fahrgäste nach Anruf vor der Haustüre abgeholt und nach Einkauf oder Arztbesuch auch wieder nach Hause gebracht. „Bei 25 bis 30 Fahrern kommt im Schnitt jeder nur alle sechs Wochen dran“, verweist der Bürgermeister auf Erfahrungen aus anderen Kommunen. Am Wochenende soll das Bürgerauto in der Garage bleiben: „Da können ja wieder Familie oder Verwandte einspringen“, erläutert Nägele. Das Bürgerauto wird auch nur in Böhmenkirch und Teilorten verkehren, weil man dem Taxigewerbe keine Konkurrenz machen will. Die konkreten Details sollen aber erst in Absprache mit den Fahrern festgelegt werden.

In Heiningen und Rechberghausen fahren bereits Bürgerautos und werden auch sehr gut angenommen. Dort kosten die Fahrten jeweils 1,50 Euro. An dieser „symbolischen Entschädigung“ (Nägele) will man sich auch in Böhmenkirch orientieren. Wie berichtet, rechnet man im Rathaus mit Betriebskosten von rund 3000 Euro im Jahr für Sprit, Versicherung und kleinere Reparaturen. Eine eventuelle Vergütung der Fahrer ist darin nicht berücksichtigt. Da die Bürgerstiftung bereits eine Spende in Höhe von 1800 Euro für das Projekt  zugesagt hat, wäre der Betrieb des Bürgerautos schon mal für das erste halbe Jahr gesichert.

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