Birenbach feiert Einweihung seiner "Grünen Mitte"

Trotz Hitze kamen am Samstagmittag viele Erwachsene und Kinder zur Einweihung der neuen Grünen Mitte in Birenbach. Gefeiert wurde das Ereignis im Dorf mit Festakt und Sommerfest.

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Mit einem Schnitt durchs Band eröffnete Bürgermeister Frank Ansorge (Mitte) die "Grüne Mitte" in Birenbach.  Foto: 

"Mir ist heiß", seufzte Clara und setzte sich erschöpft zu ihrer Mutter. Wie dem Mädchen schien es allen in der Birenbacher Ortsmitte zu gehen. Das Sommerfest zur Einweihung der neuen "Grünen Mitte" zwischen Rathaus und Wallfahrtskirche begann in der prallen Mittagshitze. Trotzdem waren die Bierbänke voll und jeder Schattenplatz war belegt.

Der Festakt dauerte dann eine Stunde, obwohl jeder Festredner sich kurz fassen wollte. Nur Bürgermeister Frank Ansorge erklärte, dass er seine Rede komplett halten werde. "Dafür ist mir die Angelegenheit einfach zu wichtig." Immerhin sei das Sanierungsprojekt der Ortsmitte kein einfaches gewesen. "Bereits 2003 wurden die Maßnahmen ins Landessanierungsprogramm aufgenommen." Dann habe das Projekt zwangsweise geruht. "Zwischen 2005 und 2009 befand sich unsere Gemeinde in einer angespannten Finanzsituation." Der Eigenanteil an den Bauarbeiten hätte nicht geleistet werden können. Dieser habe schlussendlich 2,3 Millionen Euro betragen. 1,5 Millionen bezuschusste das Land, erzählte anschließend Johannes Schmalzl. "Respekt und Anerkennung für die Leistung, das Projekt umzusetzen", lobte der Regierungspräsident die Gemeinde. Dem Ort sei es gelungen, eine sehenswerte Ortsmitte zu schaffen. Und die habe eine große Bedeutung für die Identität einer Gemeinde, ergänzte Erster Landesbeamter Jochen Heinz. Schmalzl verriet noch, dass ihm besonders die Röhrenrutsche gefiele, die er zuvor getestet habe. Landschaftsarchitekt Ulrich Manz bestätigte, dass der neue Spielplatz auch von Erwachsenen genutzt werden könne.

Von Oktober 2014 bis Juni 2015 wurden unter seiner Leitung Wippe, Sandkasten, ein riesiges Spielschiff, Klettergerüste, Schaukeln, die beeindruckende Röhrenrutsche sowie Boulebahn und viele Sitzgelegenheiten errichtet. Der südwestliche Hang unterhalb der Wallfahrtskirche wurde geräumt und neu angelegt. Außerdem hat die Gemeinde nun einen neuen Marktplatz, der zugleich als Parkplatz dient. "Dieser hat übrigens die Mehrkosten verursacht, über die in den vergangenen Wochen spekuliert wurde", sagte Manz. Der Untergrund des Platzes habe sich als so instabil erwiesen, dass sehr tief ausgebaut werden musste. Schultes Ansorge hatte zuvor erklärt, dass der Gemeinde durch Handzettel und Leserbriefe vorgeworfen worden war, "horrende Mehrkosten" in Kauf genommen zu haben. "Bei der betroffenen Maßnahmen für 370.000 Euro kamen lediglich Mehrkosten von 5800 Euro hinzu", rechnete Ansorge vor, "das sind 1,58 Prozent". Die Gemeinde hätte von 2011 bis heute 3,9 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert und könne dennoch auf eine niedrige Pro-Kopf-Verschuldung von 316 Euro stolz sein. "Wir sind finanziell solide aufgestellt." Dass Birenbach nun mit der neuen Mitte "sein Herz zurück erhalte", sei auch der katholischen Kirchengemeinde, der Kreissparkasse Göppingen sowie dem Engagement der Anwohner zu verdanken.

Die Reden wurden musikalisch umrahmt von den Birenbacher Flötenzwergen und singenden Kindergartenkindern. Anschließend schnitt Frank Ansorge das symbolische Eröffnungsband für die Grüne Mitte durch. Mit einem Sommerfest samt Flohmarkt, Tombola, Stand der Freiwilligen Feuerwehr, guter Verpflegung, Luftballonwettbewerb sowie Livemusik der Kölner Band Henry Marten feierten die Birenbacher den ganzen Tag.

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