Bildungszentrum am Messelberg

Als "kooperatives Bildungszentrum" haben sich Steingarten-, Messelbergschule und Rechberg-Gymnasium im Donzdorfer Gemeinderat vorgestellt. Donzdorf will auch mit den Nachbarorten kooperieren.

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Der 20. und 21. März werden für die Donzdorfer Schulpolitik zu Tagen, an denen Bilanz gezogen wird. Dann können die Eltern ihre Kinder für die fünften Klassen der neuen Gemeinschaftsschule anmelden - oder auch nicht. Es wird sich zeigen, ob das Konzept der engen Zusammenarbeit zwischen der jetzigen Messelbergschule, derzeit eine Werkrealschule, mit dem benachbarten Rechberg-Gymnasium die Eltern überzeugt. Aber auch das Kultusministerium in Stuttgart schaut gespannt nach Donzdorf. "Wir sind ganz begeistert", sagt eine Ministeriumssprecherin. Schließlich handle es sich um den ersten Fall im Land, in dem eine konkrete Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Werkrealschule vereinbart wurde.

Mit diesem Argument werben auch die Donzdorfer Schulleiter für das "kooperative Bildungszentrum Donzdorf", wie es Bürgermeister Martin Stölzle jetzt im Gemeinderat nannte. Steingarten-Grundschul-Rektorin Gertrud Lang sowie ihre Kollegen Erich Ege (Messelbergschule) und Franz Fischer (Rechberg-Gymnasium) stellten das Konzept vor. Die neue Gemeinschaftsschule soll das Herzstück des Bildungszentrums sein, sagte Stölzle. "Offen für alle Schüler, maximal durchlässig und flexibel." Alle Abschlüsse vom Hauptschulabschluss über die mittlere Reife bis zum Abitur sollen möglich sein.

Lang zufolge soll schon die Grundschule auf die verschiedenen Niveaus vorbereiten. "Die Zeit ist reif für Veränderungen - auch an der Messelbergschule", sagte Erich Ege. Mit den Methoden von gestern könne man die Herausforderungen von heute nicht meistern. Das Ziel der Gemeinschaftsschule sei, dass alle Kinder den bestmöglichen Abschluss erreichen. Dafür sei derzeit der Bildungsplan der Realschule die Grundlage. Der Unterricht werde in Lerngruppen statt Klassen erfolgen. Für den Unterricht in den Kernfächern stünden in der Regel zwei Lehrer pro Klasse zur Verfügung. Ege will an der gebundenen Ganztagesschule mit Unterricht an drei Nachmittagen auch an der beruflichen Orientierung festhalten.

Franz Fischer sicherte der Gesamtschule die Kooperation des Gymnasiums ab der Klasse 5 zu. Man werde gymnasiale Bildungsstandards anbieten. Schüler, die das Abitur anstreben, sollen ab Klasse 6 Französisch als zweite Fremdsprache lernen können. Für die Gemeinschaftsschüler wird in Klasse elf eine Einführungsstufe eingerichtet, wo die Schüler in den Fremdsprachen, Deutsch und Mathematik an die Kursstufen des Gymnasiums herangeführt werden. Diese Schüler kommen dann nach neun Jahren zum Abitur. Diese Kooperation wird Fischer auch der Realschule und der Gemeinschaftsschule in Süßen anbieten. Auch in anderen Kommunen bestehe Interesse am neunjährigen Abitur.

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