Bergelestour: Geniale Abfahrten und giftige Anstiege

887 Radler traten am Sonntag bei der Birenbacher Bergelestour in die Pedale, genossen das Sommerwetter und zeigten sich von den Strecken begeistert.

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Joachim Singer, Streckenwart bei der Birenbacher Bergelestour, hatte mit seiner Streckenführung bei der 26. Radtouristikfahrt des TV Birenbach wieder ins Schwarze getroffen und begeisterte die Radsportler, die aus nah und fern angereist waren, um die große Tour mit 132 Kilometern und 2000 Höhenmetern oder die kleine mit 92 Kilometern in Angriff zu nehmen.

Durch „traumhafte Landschaften“ habe die Route bisher geführt, meinte Norbert Günter aus Stuttgart, in den Pedalen für das Diakonie Fund Racing Team, am zweiten Kontrollpunkt in dem zur Gemeinde Eschach bei Schwäbisch Gmünd zählenden Weiler Holzhausen. „Eine Strecke mit genialen Abfahrten, aber auch giftigen Anstiegen“, ergänzte Team- Kollegin Hilde Huber, die das Engagement der Birenbacher Radsportgruppe lobte. „Wir sind das ganze Jahr bei Radtouristikfahrten unterwegs und können vergleichen“, meinte die Göppingerin, „in Birenbach wird jedes Jahr eine neue Strecke geboten und das ist einmalig“.

Bis zur Kontrollstelle, an der neben dem obligatorischen Stempel auf die Teilnahmekarte auch Getränke, Hefezopf und belegte Brötchen empfangen werden konnten, hatten die Radler auf der großen Route bislang 93 Kilometer zurückgelegt und mussten noch 39 hinter sich bringen, die über Spraitbach, Alfdorf, Haselbach, Wäscherhof und Wäschenbeuren zum Ausgangspunkt am Birenbacher Sportplatz führten. Den steilsten Anstieg hatten die Pedaleure vom Walkersbacher Tal in den Weiler Strauben zu bewältigen, wo die meisten den Sattel verlassen und manche sogar schieben mussten.

Ohne regelmäßiges Training konnte auch die kleine Tour nicht bewältigt werden, denn sie führte mit der großen über Pfahlbronn durch meist unbekannte Kleingemeinden nach Gsch­wend-Rotenhar, wo sich die Wege der Radsportler trennten. Auch sie mussten 1400 Höhenmeter strampeln.

Die meisten Radler nutzten die Bergelestour als letzten Test vor Alb-Extrem in Ottenbach am nächsten Sonntag. So auch die letztjährige Siegermannschaft vom  Diakonie Fund Racing Team um ihren Leiter Heinz Grözinger, der vor zehn Jahren die Radsportgruppe ins Leben gerufen hatte und sich über zwischenzeitlich 150 Mitglieder freut. Die meisten von ihnen sind am Sonntag in Ottenbach ebenfalls an der Startlinie. Bis zur Siegerehrung, wo die drei besten Mannschaften mit den meisten Kilometern mit Getränkegutscheinen belohnt wurden, hoffte der 75-jährige Stuttgarter auf einen erneuten Sieg seiner Mannschaft, die mit 28 Pedaleuren 2796 Kilometer gesammelt hatte. Diesmal musste er sich aber mit dem zweiten Platz begnügen, da das Team des Göppinger Sportstudios Nippon mit 39 Startern 50 Kilometer mehr zurückgelegt hatte. Den dritten Rang feierten die Radsportfreunde des FTSV Kuchen mit 24 Startern und 2492 Kilometern. Rang vier ging an die 15 Starter des MRSC Ottenbach (1396 Kilometer). Den fünften Platz feierten die zwölf Radler des TV Altenstadt, die 1200 Kilometer erreicht hatten.

Der Radsport-Abteilungsleiter Claus Walter sah bei der Preisverteilung nur zufriedene Gesichter. Auch das Birenbacher Gemeindeoberhaupt Frank Ansorge war unter den Akteuren und hatte die große Route genossen: „Eine unglaublich schöne Strecke“, lautete sein Urteil, das mit einem Dank an den TV Birenbach und den Streckenerkunder Joachim Singer verbunden war.

„Vielleicht klappt es doch irgendwann einmal mit 1000 Startern“, hofft Claus Walter, der die Tausend als magische Grenze sieht. „Aber lieber sehe ich 887 zufriedene Sportler als 1100 unzufriedene“, so der 58-Jährige, „und das ist heute der Fall“.

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