Mühlhausen ist bereit für Lebensmittelmarkt

Die Erschließung für das Gewerbegebiet Mühlhausen hat begonnen. Derzeit wird alles für den Lebensmitteldiscounter Netto vorbereitet.

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Seit einigen Tagen sind schwere Baumaschinen an der B 466 zugange. Mit einigen Tonnen Schotter wurde der Untergrund für den Netto-Parkplatz aufgefüllt.  Foto: 

Auf den bisherigen Ackerflächen an der B 466 in Mühlhausen tut sich derzeit einiges: Die Erschließungsarbeiten für das neue Gewerbegebiet haben begonnen. „Die Sicherung der örtlichen Nahversorgung ist uns wichtig“, betont Mühlhausens Bürgermeister Bernd Schaefer mit Blick auf den Lebensmitteldiscounter Netto, der sich auf einem 6000 Quadratmeter großen Grundstück ansiedeln will. Die Arbeiten für den Bau der Straße, die einmal zu Netto und zu fünf weiteren Firmen führen soll, beginnen voraussichtlich Ende Oktober.

Neben der Nahversorgung verfolgt die Gemeinde mit dem neuen Gewerbegebiet ein weiteres Ziel: Damit örtliche Firmen, die expandieren wollen, nicht abwandern, entstehen fünf weitere Grundstücke. Diese sollen zwischen 1500 und 5000 Quadratmeter groß sein und sind schon größtenteils vermarktet. Läuft alles nach Zeitplan, soll die Erschließung des gesamten Gewerbegebiets Ende April/Anfang Mai nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Die Gemeinde Mühlhausen hätte im neuen Gewerbegebiet noch wesentlich mehr Grundstücke verkaufen können als die sechs Flächen, ergänzt der Bürgermeister. „Wir konnten nicht jede Anfrage bedienen“, sagt er. Neben Firmen aus Mühlhausen und den Nachbargemeinden landeten auch Anfragen von Firmen aus Bad Boll und dem Stuttgarter Raum auf dem Tisch des Bürgermeisters.

Obwohl sie bislang leer ausgegangen sind, können sich die Interessenten noch Hoffnung machen. Denn: „Mühlhausen hat noch Kapazitäten“, versichert Bernd Schaefer. So könnten im neuen Gewerbegebiet weitere Grundstücksflächen in Richtung Gosbach geschaffen werden. Zunächst solle aber abgewartet werden, bis die Ausbauarbeiten der nahegelegenen A8 und der Neubau der ICE-Neubaustrecke abgeschlossen sind. Hinzu komme, dass die Gemeinde Mühlhausen in ihrer Planung durch die Fils, die am Gewerbegebiet vorbei fließt, eingeschränkt ist. So müsse sie bei der Ansiedlung weiterer Firmen die Vorgaben des Natur- und Wasserschutzes beachten. Bernd Schaefer: „Wir haben moderate und gute Aussichten für Mühlhausen, wollen aber nichts überstürzen.“

Kosten Zwischen 700 000 und 750 000 Euro kostet die Erschließung des neuen Gewerbegebiets an der B466 in Mühlhausen - inklusive Planungs- und Nebenkosten. Durch den Verkauf der Grundstücke und die zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen soll sich die Investition amortisieren.

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