Beim Apfelfest fließt der frische, süße Saft in Strömen

Der trockene Sommer hat den Obstbauern wenig Freude gemacht, 2016 ist kein gutes Apfeljahr. Umso mehr genossen die Besucher des Bad Überkinger Apfelfests den süßen, frisch gepressten Saft.

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Die Äpfel sind in diesem Jahr ein rares Gut. Umso besser mundet ihr Saft beim Bad Überkinger Apfelfest.  Foto: 

Rubinette, Wellant, Gravensteiner, Goldparmäne: Das sind Namen, die man in der Obst- und Gemüseabteilung des Supermarkts vergeblich sucht. Beim Bad Überkinger Apfelfest des Heimatvereins und des Obst- und Gartenbauvereins bekommen die Besucher  am Sonntag eine Kostprobe dieser wohlklingenden alten Apfelsorten.

Aber auch die Äpfel, die auf den Streuobstwiesen rund um die Badgemeinde wachsen, haben ihren großen Auftritt. Wie in alten Zeiten werden sie im Hof des Heimatmuseums mit Mühle und Saftpresse zu frischem Saft verarbeitet. Zuerst werden die Äpfel in einem großen Bottich gewaschen und die schlechten aussortiert, erklärt Kurt Junginger vom Obst- und Gartenbauverein. Dann wandern die Früchte in die Mühle, die durch zwei Hebel und viel Muskelkraft angetrieben wird. Die zermahlenen Äpfel, die sogenannte Maische, wird anschließend in die Presse gefüllt. Das Resultat fließt kurze Zeit später aus der Presse: frischer, süßer Apfelsaft. Den Treber bekommt das Wild im Wald.

Aus einem Zentner Äpfel gewinnt man bis zu 35 Liter Saft, sagt Kurt Junginger. Je reifer die Früchte sind, desto mehr Saft geben sie. Seine eigenen Apfelbäume, die teilweise bis zu 80 Jahre alt sind, schüttelt Junginger deshalb nicht, sondern wartet bis die Äpfel von selbst auf den Boden fallen – dann sind sie reif. 2016 war allerdings kein gutes Apfeljahr, zu trocken war der Sommer. „Die Äpfel sind deshalb ziemlich klein und es sind viele faulige dabei.“ Den frischen Apfelsaft, den es gibt, lassen sich die Besucher dafür umso mehr schmecken.

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