Beim achten Städtlesjazz bleibt Publikum bis zum letzten Ton

Gut 250 Gäste säumten am Samstag beim achten Städtlesjazz in Wiesensteig den Platz zu Füßen der Sankt-Cyriakus-Kirche. Gleich zwei Jazzbands unterhielten die Gäste - diese blieben bis zum letzten Ton.

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Gesanglich unterstützt wurde die Valley Connection Big Band von der Amstetterin Monika Sauter.  Foto: 

Der Mut und die Zuversicht der Veranstalter des Städtlesjazz wurden am Samstagabend belohnt. Trotz wankender Wetterprognosen nahmen sie den achten Konzertabend dieser Art in Angriff. Die Gäste kamen zahlreich. Gut 200 Besucher waren von Anfang an dabei und swingten mit - und schon blinzelte die Sonne wieder hinter den Regenwolken hervor. Im Laufe des Abends gesellten sich weitere 50 Jazzfreunde hinzu und so füllte sich der Platz an der Sankt-Cyriakus-Kirche zusehends.

Zum Auftakt spielte die Valley Connection Big Band unter der Leitung von Peter Zwisele in 20-köpfiger Besetzung den spritzigen Titel "Splanky" von Count Basie. Gesanglich unterstützt wurde die Band von der Amstetterin Monika Sauter. Mit warmer, teils tiefer, dann wieder einschmeichelnd erotischer Stimme sang sie Lieder wie "Makin whoopy" von Nancy Griffin oder einen witzigen Cha-Cha-Cha namens "Boston beans". Ihre gesanglichen Qualitäten wurden vom Publikum begeistert aufgenommen und ließen auf eine berufliche Karriere schließen, was sie jedoch verneinte. Man hätte ihr ewig zuhören mögen, bis die Veranstalter ihr nächstes Ass aus dem Ärmel zogen. Der Sänger Frank Engelhardt, schon öfters zu Gast in Wiesensteig und auch bekannt als Sänger bei den "Blue Stars", wurde begeistert empfangen und brachte gleichfalls Spaß, Frivolität und Erotik auf die Bühne. Er coverte Lieder von Dean Martin, Michael Bublé und den Blues Brothers. Mit rauchiger Stimme sang er deren Lieder authentisch und legte dennoch seine ganz eigene Note in seine Darbietung.

Der Spaß, den die Musiker bei alledem hatten, sprang auf das Publikum über. Genussbereit erschienen, nahm es gerne an, was geboten wurde. Bei einem schönen Glas Rotwein und guter Musik im schönen Ambiente der Fachwerkhäuser schnipsten die Besucher mit den Fingern und groovten mit. Zwisele führte seine Band wie immer gekonnt und mit Begeisterung. Fern jeglicher Routine hatte jeder einzelne Musiker Spaß am Musizieren und zahlreiche Soli bestätigten ihr Können. Viel Zwischenapplaus belohnte dies.

Als zweites Jazzensemble trat an diesem Abend die New York Lake Band aus Poppenweiler bei Ludwigsburg mit Sängerin Simone auf. Mit witziger Moderation und einem bunten Programm zeigte auch diese Band ihr Können. Swingnummern wie "Orange Coloured View" von Kitt Lough verfehlten ihre Wirkung beim Publikum nicht. Bravo-Rufe waren immer wieder zu hören. Klassiker wie "Girl from Ipanema" ließen aktuelle Bilder von Brasilien aufkommen und "You are the sunshine of my life" von Stevie Wonder konnte so mancher mitsingen. In gelassener Atmosphäre genoss das Publikum bis zum letzten Klang der beiden Jazzensembles das Konzert bis in den späten Abend hinein. Bis von Stuttgart und Ulm war es angereist - der Städtlesjazz ist längst kein Geheimtipp mehr. "So stellt man sich einen perfekten Sommerabend vor", meinte jemand auf dem Nachhauseweg.

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