Hallenbau soll nicht teurer werden als jetzt 4,6 Millionen

Der Hallenbau in Eschenbach verteuert sich nur noch minimal. Über die Kosten soll mit dem Architekturbüro aber noch gesprochen werden.

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Die neue Halle in Eschenbach ist im Werden. Das Holz für die Fassade ist im Anrollen.    Foto: 

Die neue Halle von Eschenbach und Heiningen wird noch minimal teurer und kommt dann auf 4,6 Millionen Euro. Dieses Fazit zog der Verbandsvorsitzende Norbert Aufrecht in der Verbandsversammlung beider Gemeinden. Nochmal 60 000 Euro kommen durch Wünsche des Bauherrn hinzu. Klar ist jetzt, dass es mit der Schlussrechnung des Rohbauers seine Richtigkeit habe, die in ungeahnter Höhe ausfiel. Der Eschenbacher Bürgermeister Thomas Schubert hat sich die Rechnung zusammen mit sachverständigen Gemeinderäten angeschaut. Ihr Befund:   Die Ausschreibung des Architekturbüros habe vollkommen daneben gelegen. Die Massen für die Erdbewegungen seien viel zu gering angegeben gewesen. Der Rohbauer sei bei seinem Angebot redlich gewesen und habe den Fehler bei der Ausschreibung, den er hätte erkennen können, nicht durch einen hohen Einheitspreis ausgenützt, der dann zu astronomischen Summen geführt hätte.

Für Schubert ist die Sache aber nicht erledigt. Zwar hätte man diese Kosten nicht vermeiden können, sie seien notwendig, aber wenn man es vorher gewusst hätte, hätte man höhere Zuschüsse beantragt. Wobei die nicht gering ausfielen, wie Schubert und Aufrecht anerkennen. Schubert will diesen und andere Punkte auf eine Liste setzen, über die mit dem Architekturbüro zu sprechen sei. Gemeinderat Rolf Reick (Heiningen)  nannte es eine Riesen­enttäuschung, dass ein Büro, das Sporthallen baue, kein Gefühl für Massen habe. Wolfgang Rotsch (Eschenbach) will nicht, dass der Schwarze Peter bei den Gemeinderäten hängenbleibt, weil die Bürger argwöhnten, die hätten von vornherein gewusst, wo man bei den Kosten lande. Schubert bekräftigt: „Wir haben der Kostenberechnung Glauben geschenkt.“

Steuervorteil: 400 000 Euro

Das letzte Wort ist das aber nicht – es gibt steuerliche Vorteile. Die Halle soll als Betrieb gewerblicher Art geführt werden, und da kommt dann ein Batzen Geld zurück. Der Eschenbacher Schultes bezifferte ihn jetzt auf 400 000 Euro. „Wir sind dann bei 4,2 Millionen.“

 Ansonsten haben sich bei den Baukosten nur noch geringe Veränderungen ergeben. Wieder weg sind Einsparung von 20 000 Euro, die der Verband durch die Wahl von Sicherheitshaken am Dach erzielte. Mehrkosten von 9000 Euro nimmt der Verband für eine elektronische Schließanlage in Kauf, die den Nutzern gezielt die notwendigen Türen öffnet und andere nicht. Das erspare Hausmeister-Dienste und vermeide noch ein Problem. Geht ein elektronischer Schlüssel verloren, wird er einfach gesperrt. Beim Verlust eines Schlüssels geht es gleich um den Austausch der ganzen Schließanlage.

Die Bauherren legen nach. Sie hatten zuletzt Mehrkosten bei der Ausstattung der Küche veranlasst, und jetzt kommen noch knapp 60 000 Euro hinzu. Die Tische und Stühle werden ein bisschen teurer als mal angenommen war, bei den Stühlen ist man probegesessen und kam auf ein Modell, „modern, praktisch, gemütlich“, mit Aussparung in der Rückenlehne. „Wir haben damit ein gutes Gefühl“, so Schubert. 350 Stühle, 75 Tische und Stapelwagen schlagen mit 13 000 Euro über Plan zu Buche. Sodann soll die Halle einen Beamer bekommen, weil sie ja auch vermietet werden soll. „Das wird sich amortisieren“, ist Schubert überzeugt. Man braucht allerdings schon einen starken Apparat, der bei Tageslicht in der Halle ein Bild an die Leinwand werfen soll, weil Beschattung nicht vorgesehen sei, und das kostet alles in allem 35 000 Euro. Es sei denn, man least ihn. Dieter Nemec (Heiningen) riet davon ab, weil der Verleiher ja auch Gewinn machen wolle und ein Leihgerät schwierig in Position zu bringen sei.

Gleichwohl will Schubert eruieren, ob es Leihgeräte gibt. Die Fachfirma dafür hat man schon, sie sitzt im Gewerbepark bei Eschenbach. Eine Grundausstattung an Beleuchtung soll auch kommen, beispielsweise für Seniorentage, Lichtbildervorträge und Vereinsnutzungen wie den Kreislandfrauentag. Dafür sind 10 000 Euro veranschlagt.

Engpass Nachdenklich geworden ist der Eschenbacher Bürgermeister Thomas Schubert, was die Parkplätze betrifft. 30 hat die Halle, an Sonntagen gibt es auch den Netto-Parkplatz. Der Schultes hat sich an anderen Orten mit Hallen umgeschaut und sah, wie es dort eng werden kann. So will er „wenigstens noch zehn Parkplätze herausschwitzen“.

Ausführung Die Parkplätze sollen in einfachster Ausführung, mit Schotterrasen, vor der Halle Richtung Netto angelegt werden. Das könnte je nachdem der Bauhof übernehmen.

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