Bauhöfe: Der Winter kann kommen

Die Bauhöfe im Kreis Göppingen rüsten sich für den Winter. Für den Sonntag erwarten sie einen Kälteeinbruch und Schneefall. Die Vorbereitungen der Mitarbeiter sind in den letzten Zügen.

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Letzte Handgriffe in Eislingen: Bauhof-Mitarbeiter Markus Plaul reinigt zum Abschluss der Wartungsarbeiten eines von drei Großräumfahrzeugen.  Foto: 

Eine Bauernregel besagt: "Ist im Herbst das Wetter hell, bringt es Wind und Winter schnell." Demnach müsste der kommende Winter besonders schneereich sein. Die Bauhöfe im Landkreis scheinen jedenfalls gut vorbereitet zu sein.

In Ebersbach leitete Volker Draxler, Chef des dortigen Bauhofes, bereits im Sommer erste Maßnahmen ein. 100 Tonnen Salz wurden in den zwei zur Verfügung stehenden Silos eingelagert: "Mehr geht nicht", meint Draxler. Schon abgeschlossen sei die Überprüfung der Fahrzeuge und benötigten Maschinen für den Einsatz im Winter. Aktuell werde noch ein Winterdienstplan für die 18 Mitarbeiter erstellt. Wenn die Kälte kommt, heißt es dann wieder: vier Uhr Dienstbeginn.

Um die gleiche Zeit kontrolliert der Schichtleiter in Eislingen die Wetterlage. Bauhofleiter Reiner Högerle erklärt: "Bei Bedarf holt dieser dann die Mitarbeiter zum Dienst." Ist ein Einsatz nötig, stehen für die Stadt Eislingen drei Großräumfahrzeuge und zwei Schmalspurfahrzeuge bereit. Bei den Schmalspurfahrzeugen handelt es sich um Gerät zur Räumung und Bestreuung von Gehwegen. Die Wartung der Maschinen werde derzeit abgeschlossen. Außerdem fahren Mitarbeiter Streukisten aus, deren Splitt auch für die Bevölkerung bereitstehe. Die Verkehrsstraßen werden dagegen mit Salz bestreut. Mit 350 Tonnen Salz und 200 Tonnen Splitt sei beides ausreichend vorhanden. Nachbestellungen sind aber jederzeit möglich, so Högerle.

Auch in Süßen sind die Salzlager schon gefüllt. Hier wacht Leiter Christian Wöller über die Vorbereitungen am Bauhof. Da er ab Sonntag oder Montag mit einem Wintereinbruch rechnet, seien die Schlepper gewartet und einsatzbereit. An welchen Orten in Süßen geräumt werde, lege der Gemeinderat im Räum- und Streuplan fest. Dieser sehe bestimmte Straßen vor, die immer frei sein müssten. Andere Wege räume das Team nur bei sehr starkem Schneefall. Ähnliche Regelungen hat auch die Stadt Göppingen. Nicht alle Straßen des 240 Kilometer langen Netzes werden geräumt, erklärt Jochen Doster, stellvertretender Betriebsleiter des städtischen Betriebshofs. Der Schwerpunkt liege auf den Hauptverkehrswegen, Buslinien und Steigungen ab sechs Prozent. Tempo-30-Zonen und Nebenstraßen würden nicht gestreut, lediglich bei Schneefall geräumt, wenn der Dienstplan abgearbeitet sei. An Treppen und Verbindungswegen müssten die 65 Mitarbeiter ohne Maschinen Hand anlegen.

Wie der Winter insgesamt wird und ob sich die Bauernregel bewahrheitet, bleibt abzuwarten. Die Bauhöfe scheinen jedenfalls für die kalte Jahreszeit gewappnet zu sein.

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