Bad Ditzenbacher bieten Musik, Trödel und Historie in einem Fest

Bei mediterranen Wetterbedingungen gelang es den Bad Ditzenbachern, einen gelungenen Sommersonntag mit vielen Facetten zu gestalten. Die Besucher bekamen Musik, Trödel und Historie geboten. Mit Bildergalerie.

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  • Mit geübtem Blick lässt sich so manches Schnäppchen auf dem Trödelmarkt machen. 1/2
    Mit geübtem Blick lässt sich so manches Schnäppchen auf dem Trödelmarkt machen. Foto: 
  • Musikanten prägen das Bad Ditzenbacher Ortsbild. 2/2
    Musikanten prägen das Bad Ditzenbacher Ortsbild. Foto: 
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Mit Blick auf die zu erwartende Hitze strömten am gestrigen Sonntag die Besucher schon früh nach Bad Ditzenbach zum Trödelmarkt mit Straßenmusikantenfest. Ganz Pfiffige begannen den Tag mit einem Wasserbad im Kneipp-Becken zwischen Schule und Haus des Gastes. Dieses sollte noch oft frequentiert werden. Gleich daneben befand sich die mittelalterliche Spielstraße. Ohne Wettkampfgedanke war dort jeder Teilnehmer ein Gewinner. Während den Buben vor allem die Armbrust gefiel, probierten die Mädchen sich an einem mittelalterlichen Schachbrett.

Pünktlich um 10 Uhr zog der kleine historische Festzug durch die Dorfmitte bis zur Hiltenburgschule. Dort wurde ein Bändertanz von den Schülern vorgeführt. Rektorin Ursula Herrmann verkörperte Beatrix I. aus Ulm, Pfandherrin und Gönnerin der Bad Ditzenbacher. Mit der Übergabe eines Schuldpfandbriefes eröffnete sie gemeinsam mit Wolfgang Wiedmann, dem Burgherren von Bad Ditzenbach, die mittelalterlichen Spiele - und so begann eine Reise in einer Zeit zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert. In farbenprächtigen Gewändern grüßte man zuvor beim Umzug würdevoll den am Straßenrand stehenden Bürgermeister Herbert Juhn, der als neu gewähltes Ortsoberhaupt dieses Fest zum ersten Mal erlebte. 24 Jahre lang wurde das beliebte Fest von Elfriede Lüsebrink organisiert. Ihr Engagement wurde bereits am Samstag auf dem Dorffest bei der offiziellen Verabschiedung gewürdigt. Christina Maier tritt ihre Nachfolge an.

Von nah und fern kamen die Antikhändler und Trödler ins Filstal, doch blieben auch manche wegen der Hitze daheim. Die Pelzmäntel hingen an den Ständen weit hinten. Hüte und Schirme wurden angeboten, was die Besucher dankbar annahmen. Ansonsten hatten die Kunden die Qual der Wahl. Individuelle Mode, hübsches Geschirr oder doch die riesige Holzvoliere? So mancher Besucher ging mit einem "Schatz" in den Händen glücklich von dannen.

Schattige Sitzgelegenheiten boten Unterschlupf. Am kalten Marktbrunnen tauchte man gerne mal die Hände ein zur Erfrischung. Der unermüdliche Einsatz der Vereine sorgte für eine perfekte Versorgung bei Speisen und Getränken. Die Vielfalt kannte fast keine Grenzen. Die schönsten Plätze Bad Ditzenbachs wurden verbunden von den Trödlern, ihren Waren und den Straßenmusikanten. Zu hören gab es Simon and Garfunkel-Klänge bis hin zum Oberdorf-Duo, das mit seiner Stimmungsmusik nicht nur den Fanclub anlockte. Die Musikgruppe Mühlhausen unterhielt wie immer an der Hiltenburgschule ihr Publikum und die Flötengruppen der Grundschulen Reichenbach und Deggingen zeigten ihr Können in der Ortsmitte.

Die Besucher, die wegen der Hitze extra früh kamen, um bei Zeiten wieder den Heimweg anzustreben, saßen am Mittag immer noch. Auch bei Höchsttemperaturen verweilte man gerne und feierte den letzten Tag des dreitägigen Dorffestes.

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