Bad Boll plant neues Feuerwehrmagazin

Bad Boll will sein veraltetes Feuerwehrmagazin durch einen Neubau an der Badstraße ersetzen. Eine Machbarkeitsstudie wird in Auftrag gegeben.

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Gilt als nicht mehr zeitgemäß: Magazin der Bad Boller Feuerwehr in einem früheren landwirtschaftlichen Anwesen in Sehningen.  Foto: 

Seit knapp 30 Jahren ist die Bad Boller Feuerwehr in einem umgebauten Bauernhof an der Ortsdurchfahrt von Sehningen untergebracht. Das Magazin entspreche heute in vielfacher Hinsicht nicht mehr den Anforderungen für eine leistungsfähige und den besonderen örtlichen Einsatzrisiken angepasste Feuerwehr, stellt die Gemeinde fest. Die Wehr hat mit Großbetrieben wie dem Kurhaus, der Wala oder der Evangelischen Akademie besondere Herausforderungen im Brandfall. Im  neuen Feuerwehrbedarfsplan ist dies aufgezeigt worden. So soll auch der Fuhrpark erweitert werden.

Wegen drangvoller Enge seien schon verschiedene Anbauten in den Außenbereich erfolgt, was den Eindruck eines Provisoriums erwecke. Im Gebäude sei man mit aufsteigender Feuchtigkeit konfrontiert, und in mehreren Bereichen seien Sicherheitsbelange nicht befriedigend gelöst. Bürgermeister Hans-Rudi Bührle hält den alten Standort für ausgereizt. „Auch große Investitionen in den Altbestand würden zu keiner zukunftsträchtigen Lösung führen.“

Der Gemeinderat sieht das genauso. „Absolut notwendig“, nennt Hannes Baab (Grüne) einen Neubau. „Auf jeden Fall sinnvoll“, urteilt Rainer Staib (CDU). „Dringend erforderlich“, lautet die Meinung von Reiner Pfefferle (CDU).  Die Beurteilung des Kreisbrandmeisters: Er habe  die Notwendigkeit eines mittelfristig zu errichtenden Neubaus dem Grund nach anerkannt, berichtet Bührle.

Glücklicher Umstand: Mit einem Grundstück am Ortsende an der Badstraße, gegenüber der Staufen-Akademie, hätte die Gemeinde ein passendes Grundstück. „Da ist die Feuerwehr schnell auf überörtlichen Straßen“, sagt Bührle, und nahe an den  Großbetrieben in Bad Boll. Das neue Wala-Gelände mit dem Technikum läge sogar um die Ecke.

Die Gemeinde macht jetzt den ersten Schritt: Das Architekturbüro Aupperle aus Holzheim wird mit der Grundlagenermittlung und der Vorplanung beauftragt. Beim Raumbedarf soll der Planer mit fünf Boxen rechnen, eine als Reserve für die Zukunft. Über die Kosten gibt es noch keine Aussagen. Wenn die Finanzierung klar ist, geht es an den Entwurf. Das neue Magazin soll zwar ein reiner Funktionsbau werden, stellt Bührle klar, aber trotzdem eine ansprechende Architektur erhalten. Das Gebäude stünde ja auch am Ortseingang. Favorisiert wird eine Beauftragung mehrerer Büros, um eine Auswahl an Ideen zu bekommen. „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht“, sagt  Baab.

Es wird seine Zeit dauern. Vor 2018 könne man nicht loslegen, sagt Bührle.  Es müsse auch ins Zeitfenster reinpassen, damit es finanzierbar sei.  Das alte Gebäude solle weiterhin genutzt werden. Der benachbarte Bauhof könne es brauchen, so Bührle, und der Feuerwehrsaal im Obergeschoss könnte in Wohnraum umgewandelt werden. Wohnungen gibt es bereits in dem Gebäude.  Anmerkung von Rainer Staib: „Anwohner könnten sagen: wir sind froh, wenn die Feuerwehr draußen ist.“

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