Bach-Abend mit der Kantorei Rechberghausen

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Ein Konzert auf hohem Niveau gelang der Kantorei Rechberghausen und dem Kammerorchester Riedbach.  Foto: 

Johann Sebastian Bach war der Tongeber im Konzert der Kantorei Rechberghausen zusammen mit dem Kammerorchester Riedbach und Solisten am 1. Advent in der Katholischen Kirche. Die Gesamtleitung hatte Gerhard Großmann.

Dem eigentlichen Höhepunkt des Konzerts, dem „Magnificat“ vorangestellt, erklang zuerst die „Passacaglia“, BWV 582 in c-Moll in einer Bearbeitung für Oboe, Fagott, Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass, ein kleines, aber sehr feines Ensemble, das filigran, mit viel Einfühlungsvermögen und Eleganz diese Musik darbot.

Das zweite Werk, die „Orchestersuite Nr. 3“, BWV 1068 in D-Dur, stellte die Strahlkraft dieser Musik unter Beweis. Das Kammerorchester Riedbach und die Trompeter Remo Steiner, Lutz Mandler und Stefan Maas musizierten das Werk geradlinig und ohne barocke Schörkel. Gespannt warteten die Zuhörer auf den zweiten Satz, das berühmte „Air“, das von Gerhard Großmann mit angemessenem Tempo und feiner Linie von der Orgel aus dirigiert wurde. Die Suite wurde lebhaft, melodisch und mit kontinuierlicher Bewegung der Bässe musiziert. Trompeten und Oboe unterstrichen die Violinen und setzten strahlende Glanzpunkte.

Es folgte der Höhepunkt des Abends: das „Magnificat“, BWV 243. Das Werk hat die Form einer Kantate, es wechseln sich Chorpartien und Soli ab. Einzigartig ist, dass die Sätze ungewöhnlich kurz sind, auch verlangt Bach selten eine fünfstimmige Vokalbesetzung. Cathrin Lange und Stephanie Hampl (Sopran), Cecilia Tempesta (Alt), Hubert Mayer (Tenor) und Manuel Wiencke (Bass) sangen ihre Partien geschmeidig und harmonisch im Zusammenklang. Der Chor war gut disponiert und gestaltete ausdrucksvoll den alten Messtext, ruhig agierend und ohne Klangverschärfung. Die Textgestaltung war eindringlich, ergreifend authentisch die Klagen. Manchmal agierte der Chor etwas schwerfällig und es war einige Zeit nötig, um in den Rhythmus zu finden. Das Blech wirkte strahlend und kostete das auch aus, die Pauke, gespielt von Aaron Buß, gestaltete bei Rhythmus und Struktur unaufgeregt mit.

Zusammen mit dem Orchester gelang ein überzeugendes Werk, das, einfühlsam unterstützt von Michael Vollmer am Orgelpositiv, alle Wechsel im Tempo, in der Dynamik und Rhythmik meisterte.  Großer Beifall belohnte alle Mitwirkenden am Ende eines bemerkenswerten Konzertabends.

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