Flugtag soll Leidenschaft tausender Besucher befriedigen

Wagemutige Piloten, Fallschirmspringer, Heißluftballons und viele, viele Flugzeuge. Beim Flugtag auf dem Donzdorfer Messelberg werden am Wochenende tausende Besucher erwartet.

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Die Vorführungen der Kunstflieger sind beim Flugtag am Donzdorfer Messelberg immer wieder ein Hingucker.  Foto: 

Hoch über der Stadt Donzdorf, auf der Hochebene der Schwäbischen Alb liegt der Flugplatz der Fliegergruppe Donzdorf. Auf Luftfahrtkarten ist er unter dem Kürzel EDPM verzeichnet und für die Mitglieder ist er nicht nur ein Flugplatz sondern viel mehr: der Messelberg ist fliegerische Heimat und Mittelpunkt der gemeinsamen Freizeitgestaltung. Am kommenden Wochenende werden die Flieger ihre Leidenschaft wieder voraussichtlich tausenden Menschen näher bringen. So viele jedenfalls pilgern seit Jahren auf den Messelberg, wenn die Fliegergruppe ihren Flugtag veranstaltet.

„Nach dem Flugtag ist vor dem Flugtag“, sagt Pressesprecher Michael Baer. Kaum ist das Groß­event vorbei, beginnen schon die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Seit November kümmert sich ein dreiköpfiges Team um die Organisation des Events. „Wir wollen ja immer ein tolles Programm bieten“, sagt Baer. Und da gelte es frühzeitig, mit den fliegerischen Akteuren die Termine abzustimmen.

Angesichts des regen Flugbetriebs während des ganzen Jahres – 80 bis 90 Mitglieder sind regelmäßig aktiv in der Luft – sei es dem Verein sehr daran gelegen, bei der Bevölkerung auf Akzeptanz zu stoßen. „Es ist uns wichtig, was für die Leute in der Umgebung zu machen“, fügt Baer hinzu. Auch dieses Jahr hat der Club am Samstag und Sonntag wieder einiges für die Besucher zu bieten. Immer wieder spektakulär sind die Luftnummern der Kunstflieger. An beiden Tagen hebt Henry Bohlig ab, er wird am Samstagabend in der Dämmerung mit seinem Oldtimer-Segelflugzeug ein pyrotechnisches Spektakel präsentieren. Auch Michael Zacherl und Tom Tibo werden als Akrobaten der Lüfte dabei sein.

Flugzeuge gibt es jede Menge zu bestaunen, ob Modellflugzeuge oder mehrere Exemplare des Sport- und Kunstflugzeugs Zlin 526. die Dornier Do-27-Formation wird einschweben, mit einem Fallschirmsprung-Team an Bord. Der Club hat noch einiges mehr in petto, nicht zuletzt können auch die Besucher zu Rundflügen abheben.

Die Fliegergruppe Donzdorf wurde 1928 von einer Gruppe Enthusiasten um den Donzdorfer Karl Hofele gegründet. Ein Gleitflugzeug wurde gebaut und damit wurden Flüge vom Messelberg hinab ins Tal unternommen. Das Fluggerät musste mühsam den Berg hinaufgeschafft werden und es war die Mitarbeit aller Mitglieder notwendig, damit anschließend einer von ihnen ins Tal fliegen konnte, berichtet der Pressesprecher des Vereins.

Im Lauf der Jahrzehnte wurde der Flugplatz ständig ausgebaut und den Bedürfnissen eines modernen Vereins angepasst. Gestartet und gelandet wird heute auf einer 600 Meter langen Asphaltpiste, es wurden Hallen zum Schutz der Flugzeuge errichtet und ein Vereinsheim dient als Treffpunkt für Mitglieder und Gäste.

Der Verein besitzt heute vier moderne Segelflugzeuge, zwei Doppelsitzer und zwei Einsitzer, sowie ein historisches Segelflugzeug vom Typ Grunau-Baby. Mit den Hochleistungssegelflugzeugen seien stundenlange Flüge in der Thermik möglich und das auch über weite Strecken. Mit dem Baby besuchen die Mitglieder gerne Oldtimer-Treffen im süddeutschen Raum. Der Club betreibt weiterhin fünf Flugzeuge mit Motor: Ein Ultraleichtflugzeug (UL), einen Motorsegler und drei klassische Motorflugzeuge. Der Motorsegler werde gerne zum Luftwandern genutzt. Von den drei Motormaschinen wird eine fast ausschließlich zum Schleppen der Segelflugzeuge genutzt, für Rundflüge oder auch größere Flugreisen durch Europa sowie für die Schulung stehen zwei Reisemaschinen zur Verfügung.

In den Hallen des Vereins stehen auch zahlreiche Flugzeuge, die von mehreren Mitgliedern in Haltergemeinschaften oder auch von einzelnen Mitgliedern privat betrieben werden. Vielerlei verschiedene Fluggeräte sind vertreten: Motordrachen, Trikes, Segelflugzeuge, Tragschrauber, Motorsegler und Reiseflugzeuge sowie Kunstflugzeuge.

So verschieden die Flugzeuge sind, so individuell sind auch die Flugaktivitäten. „Die einen fliegen gerne um den Messelberg oder begeistern sich fürs Luftwandern“, andere unternähmen gerne mehrtägige Flugreisen. Speziell die Segel­flieger nähmen an Wettbewerben teil. Traditionell veranstalten die Segel­flieger über Pfingsten ein Fluglager, während dem die Flugschüler intensiv geschult werden. Die Fliegergruppe Donzdorf bildet in den Sparten Segelflug, Motorsegler, Ultraleicht und Motorflug mit eigenen Fluglehrern Flugschüler zu Piloten aus. Wer Lust habe zu fliegen, könne einen Schnupperflug vereinbaren.

Info www.fliegergruppe-donzdorf.de

Samstag Los geht’s um 13 Uhr. Die Fliegergruppe zeigt Modellflugzeuge am Boden und in der Luft. Dazu gibt es Kunstflug mit Henry Bohlig.

Sonntag Das Programm beginnt um 10 Uhr mit einem Frühschoppen. Jede Menge Flugzeuge gibt es zu bestaunen. Während des Tages steigen Kunstflieger mit ihren Maschinen in die Luft, Fallschirmspringer springen über dem Messelberg ab. Es gibt Vorführungen von Tragschraubern, Ultraleichtflugzeugen.

Abheben An beiden Tagen können Besucher zu Rundflügen mit den Maschinen des Vereins starten. Für Kinder her ist ein eigener „Flugplatz“ aufgebaut.

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