Auflösung als letzte Konsequenz

|

Eine finanzielle Schieflage, die ihren Ursprung in früheren Jahren habe, hat dazu geführt, dass sich der FC Uhingen mit dem FSV zusammenschließt. Das wurde bei der Hauptversammlung deutlich, bei der von 36 Mitgliedern 31 für die Vereins­auflösung stimmten. Fünf Mitglieder enthielten sich, eine Stimme wurde per Briefwahl abgegeben.

Jens Stopper, Regionaldirektor Unteres Filstal der Kreissparkasse, sagte, dass „der Verein in den Jahren vor der Amtsübernahme durch die jetzige Vorstandschaft in Schieflage“ geraten sei, heißt es im Hauptversammlungsbericht. Daraus sei ein sehr schlechtes Bankrating entstanden: „Eine Tatsache, die es der Kreissparkasse unmöglich mache, den FCU ohne substantielle Sicherheiten weiter zu unterstützen.“

Der FC-Vorsitzende Andreas Hänel sagte, „dass der Verein trotz konsequenter Maßnahmen zur Kostensenkung dennoch eine Unterdeckung erwirtschaftet“ habe. Seit 2014 habe man die  monatlichen Kosten um über 25 Prozent senken können, doch ohne Unterstützung der Bank reiche es nicht, den Verein auf stabilere Füße zu stellen.

Ein Problem ist das renovierungsbedürftige Clubhaus. Zum 30. September muss die Heizung außer Betrieb gesetzt werden, weil Vorschriften nicht mehr eingehalten werden. Es sei in der Vergangenheit versäumt worden, notwendige Reparaturen Stück für Stück vorzunehmen, und das räche sich jetzt, bedauerte Hänel.  Den Zusammenschluss mit dem FSV Uhingen bewertete er positiv: Die beiden Vereine würden sich in allen Belangen einwandfrei ergänzen und zusammen ein besseres und stabileres Vereinsgefüge bilden.

Es habe Diskussionen gegeben, so Andreas Hänel gegenüber der NWZ. Aber diese seien konstruktiv gewesen. „Ebenfalls als sehr positiv zu bewerten war die Tatsache, dass nicht nur jüngere Mitglieder aus dem Aktivenbereich, sondern auch viele langjährige Mitglieder die Fusion mit dem FSV befürworteten“, so Hänel. „Der FC kämpft – wie viele kleine regionale Vereine – um seine Existenzgrundlage. Seit ich die Vorstandschaft übernommen habe, war es nicht immer einfach, im Gegenteil, es gab viele Hürden zu überwinden und so manche schwierige Situationen zu bewältigen. Dennoch ist es uns bislang ganz gut gelungen das Rad am laufen zu halten.“

Was aber definitiv nicht mehr zu bewältigen sei, seien die aktuell anstehenden Probleme, insbesondere die Erneuerung der Heizung, so Hänel. Er schaut jetzt lieber nach vorne: „Wir freuen uns auf den Zusammenschluss, auf den neuen Kunstrasenplatz am Haldenberg und auf eine sportlich erfolgreiche Zukunft.“

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Klinik: Krauter-Pläne stoßen weiter auf Skepsis

Im Beisein von Landrat Edgar Wolff berät der Göppinger Gemeinderat am Donnerstag über Pläne, die Klinik am Eichert zu sanieren und weiterzunutzen. weiter lesen