Auf ICE-Baustelle im Umpfental wird gesprengt

Auch im Umpfental bei Gruibingen läuft der Tunnelbau für die neue ICE-Trasse: Die Mineure sind schon gut 70 Meter tief im Berg. Bisher ließ sich der Abraum herausgraben, jetzt geht es an Sprengungen.

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    Auf der ICE-Baustelle bei Gruibingen im Umpfental treiben die Mineure einen 920 Meter tiefen Stollen in den Berg. Foto: 
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    Auf der ICE-Baustelle bei Gruibingen im Umpfental treiben die Mineure einen 920 Meter tiefen Stollen in den Berg. Foto: 
  • ICE-Baustelle bei Gruibingen im Umpfental: Bauwerk aus Containern. 3/6
    ICE-Baustelle bei Gruibingen im Umpfental: Bauwerk aus Containern. Foto: 
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    Auf der ICE-Baustelle bei Gruibingen im Umpfental treiben die Mineure einen 920 Meter tiefen Stollen in den Berg. Foto: 
  • Die Ausfahrt für Baufahrzeuge bei der Rastanlage Gruibingen ist schon fertig. 5/6
    Die Ausfahrt für Baufahrzeuge bei der Rastanlage Gruibingen ist schon fertig. Foto: 
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    Auf der ICE-Baustelle bei Gruibingen im Umpfental treiben die Mineure einen 920 Meter tiefen Stollen in den Berg. Foto: 
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Der offizielle Tunnelanschlag vor vier Wochen war noch nicht der Startschuss für den so genannten Zwischenangriff im Umpfental bei Gruibingen. Aber jetzt läuft der Stollenvortrieb schon mit Schmackes. Die Mineure haben sich bereits 70 Meter weit in den Berg hineingegraben, sagt der Sprecher des Kommunikationsbüros für die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm.

Jetzt wechselt die Gangart. Bisher reichte der Bagger, um einen Stollen von sechs Metern Durchmesser zu graben. Gestern kündigte die Bahn dem Gruibinger Schultes an, dass es an "Lockerungssprengungen" gehe. Vier oder fünf Mal am Tag, teilweise auch nachts. Die könnten im Tal und bis vor zur Autobahn schon als dumpfes Grollen zu hören sein, mutmaßt der Pressesprecher.

Grund: Das Gestein im Berg wird härter. Allerdings muss das nicht durchgehend so bleiben. "Die Gesteinsschichten am Boßler sind heterogen und geradezu zerfurcht, so dass auch wieder weichere Formationen kommen können", sagt der Sprecher. Dies zu sondieren und zu erkunden sei die tägliche Arbeit der Geologen. Es werde mitnichten rund um die Uhr gesprengt oder gegraben, von 24 Stunden am Tag entfielen gleich mal fünf oder sechs auf die Erkundungen.

Wie schnell der Vortrieb vorankommt, muss sich in der Praxis zeigen, sagt der Sprecher. 920 Meter sind zu bewältigen, bis der Stollen die eigentliche ICE-Trasse unterm Berg erreicht hat. Ein Vorwärtskommen von sechs Metern pro Tag sind mal ein grober Anhaltspunkt, der aber von der Beschaffenheit der Gesteinsschichten abhänge.

Im Vorfeld des Tunnels zeigt sich jetzt eine ganze Maschinerie von Aufbauten. Auf der mehrere hundert Meter langen Baustelleinrichtung stehen Zementsilos, die bereits den Kitt für den Stollenbau liefern. Der Beton wird vor Ort hergestellt, auch für die spätere Auskleidung der Zug-Tunnels, um Lkw-Transporte zu sparen, erläutert der Pressesprecher. Auffallend sind auch große Tanks für Wasser aus dem Berg und gewöhnliches Regenwasser, das an der Baustelle anfällt. Denn im Berg sind Wasseradern zu erwarten, sagt der Pressesprecher. Auch wenn bisher keines angefallen sei. Sodann haben große Kipper, wie man sie aus dem Bergbau kennt, einen Berg von Abraum auf dem Gelände aufgeschichtet. Das wird dort zwischengelagert, weil die Abfuhr nicht durch Gruibingen erfolgen soll. "Das überwachen wir auch", versichert der Sprecher des Kommunikationsbüros. Demnächst ist der Weg über die Autobahn frei. In Richtung München ist bereits eine Baustellenausfahrt hergestellt, die Einfahrt beim Boßlerparkplatz werde in den nächsten Tagen fertig, spätestens nächste Woche. Auch ein ganzer Block von Arbeits- und Materialcontainern steht schon auf dem Gelände.

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