Auf der Suche nach dem Vater

Junge Darsteller und Musiker von drei Schulen haben sich für das Musical "Mio" zusammengetan. Am Freitag führten sie es im Uditorium auf.

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Jumjum, der Schäfer Nono und der Prinz Mio (von links) lernen eine Melodie auf der Flöte.  Foto: 

Das Stück erzählt von der Suche eines Jungen nach seinem Vater.

"Träume sind aus Mut gemacht" heißt es in einem der vielen selbstkomponierten Musikstücke von Pianist Gregor Kissling von der Uhinger Musikschule und Desirée Maurer, Lehrerin an der örtlichen Hieberschule. Diese Aussage wird von der Konzentration und dem Ernst auf den Gesichtern der Kinder der beiden Grundschulchöre und der jugendlichen Darsteller bestärkt und beweist, wie wichtig ihnen dieses Gemeinschaftsprojekt ist. Beteiligt an ihm sind ebenfalls Schüler der Filseckschule. Am Freitagabend führten sie die Co-Produktion "Mio - Eine Geschichte von Freundschaft, Liebe und Vertrauen" im Uditorium in Uhingen auf.

Basierend auf dem Kinderbuch "Mio - Mein Mio" von Astrid Lindgren, wurden alle Komponenten des Stücks selbst erarbeitet. Vom Drehbuch von Regina Ilg und Paul Weiser, der Regie von der Eislinger Schauspielerin und Regisseurin Birgit Schuck, bis hin zu den bildschönen Kulissen vom Team um Anette Wiesenborn ist an "Mio" alles selbstgemacht.

Erzählt wird die Geschichte vom neunjährigen Bosse, der seine grantigen Pflegeeltern verlässt, um seinen richtigen Vater zu finden. Auf seinem Weg macht er wichtige Erfahrungen und erfährt zum ersten Mal die Bedeutung von Liebe, Vertrauen, Freundschaft und Mut. Trotz einiger Pannen in der Tontechnik, die zu lustigen Äußerungen der Darsteller führten, einigen Textlücken und den etwas schiefen Tönen in den oberen Tonlagen, darf man nicht vergessen das "Mio" eine Schulaufführung ist, und in einer solchen gehören Pannen und Nervosität eben dazu. Das macht das Ganze glaubwürdig und zu einer liebevollen Inszenierung. Und die hat es in sich. Bosse, gespielt von Jessica Christmann, wagt es und gelangt mithilfe des Geistes (Robin Schönig) ins Land seines Vaters (Ann-Kathrin Bredl), in das Land der Ferne. Dieser Entschluss verhilft ihm nicht nur zu seinem Vater, sondern macht Bosse zu Mio, dem Prinzen aus dem Land der Ferne, denn sein Vater ist der König. Mit der Hilfe seines neuen Freundes Jumjum, toll dargestellt von Paula Meier, muss er neue Abenteuer bestehen und das Land von den Greueltaten des gruseligen und brutalen Ritter Katos (Hartwig Stahl) befreien. Mithilfe einiger Bewohner der fremden Welt gelangen Mio und Jumjum schließlich in den Wald der Dunkelheit, wo er vom Schmied (Hakan Beyaz) mit einem Schwert ausgestattet wird, das mächtig genug ist, das Herz aus Stein von Ritter Kato zu durchbohren.

Es folgt der Höhepunkt des Stückes: Der Kampf zwischen Mio und dem grausamen Ritter Kato, toll dargestellt und sehr gut gesungen von Lehrer Hartwig Stahl. Am Ende gewinnt Mio die Oberhand und versetzt dem Ritter, auf eigenen Wunsch hin, seinen Todesstoß und befreit seine neue Heimat endgültig von Katos Missetaten.

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