Auf dem Kuchener Friedhof gibt es neue Urnen-Gräber

Rund 100 Bürger sind zur Einweihung der Urnen-Gemeinschaftsgrabanlage auf dem Kuchener Friedhof gekommen. Dazu gehören auch 24 Baumgräber, die zum Teil schon belegt sind.

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Bürgermeister Bernd Rößner spricht bei der Einweihung der neuen Urnen-Grabanlage vor rund 100 interessierten Zuhörern.  Foto: 

Eberhard Kloth von der Genossenschaft Württembergischer Friedhofsgärtner war überrascht von der regen Anteilnahme der Bevölkerung. "Wenn bei uns in Stuttgart solch schöne Anlagen ihrer Bestimmung übergeben werden, zeigen weitaus weniger Bürger ihr Interesse an der neuen Bestattungskultur", sagte das Vorstandsmitglied der Genossenschaft. In Kuchen waren zur Einweihung der Urnen-Gemeinschaftsgrabanlage rund 100 Besucher gekommen. In seiner Rede hob Kloth besonders hervor, dass die regelmäßige Grabpflege über die gesamte Laufzeit von zum Beispiel 15 Jahre gewährleistet ist.

Die Genossenschaft hat seit einiger Zeit in enger Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung attraktive Bestattungsangebote in Form von gärtnergepflegten Grabfeldern erarbeitet. Die Bestattung mit Bepflanzung und dauerhafter Pflege des Grabs wird als preisgünstiges Komplettpaket mit Dauerpflegevertrag angeboten, erläutert Kloth. Weil sich die Friedhofgärtner in einer Genossenschaft zusammengeschlossen haben, ist für die Pflege gesorgt, selbst wenn eine der Mitgliedsfirmen ausscheiden sollte. Die Genossenschaft hat derzeit zirka 500 Mitglieder, dazu gehören auch die drei für Kuchen zuständigen Firmen Simone Priester Blumenduft, Blumen Vogt aus Geislingen und Pfeffer Blumen aus Süßen. Im Namen der drei Gärtnerunternehmen bedankte sich Thomas Vogt für das Vertrauen, das ihnen bei der Vergabe der Dienstleistung ausgesprochen wurde. Alle drei Unternehmen wollen stets bemüht sein, dass die Hinterbliebenen eine schöne angenehme Gedenkstätte vorfinden. Die neue Grabanlage soll immer eine Begegnungsstätte sein.

Viele Dankesworte gab es auch von Bürgermeister Bernd Rößner. Allen voran erwähnte er hierbei den Gemeinderat, der von der ersten Stunde an immer hinter dem Projekt stand. Bereits 2013 hatten sich der Gemeinderat und die Verwaltung gemeinsam daran gemacht, das Bestattungswesen in der Gemeinde Kuchen zu überdenken und teilweise neu auszurichten. Nun sei die gärtnerbetreute Urnen-Gemeinschaftsgrabanlage mit 24 Urnen-Baumgräbern und der für die Nachbestattung errichteten Urnenaschen-Kaverne fertig. Ein Provisorium am Tag der Einweihung war lediglich das Rednerpult von Bernd Rößner. Seinen Ausführungen zufolge, soll in solch einer Form später noch ein Urnenstein dazukommen, damit man während einer Bestattungsfeier die Urne abstellen kann.

Auch in Kuchen ist die Bestattungskultur in einem grundlegenden Umbruch. Durch neue Familien- und Lebensgewohnheiten steigt der Bedarf an pflegeleichten Grabstätten. 1994, so Bernd Rößner, erfolgten 26 Prozent aller Urnen-Beisetzungen in Kuchen in Urnen-Stelen. Mittlerweile liegt der Anteil der Feuerbestattungen in der Gemeinde bei 70 Prozent. Die neu geschaffenen Bestattungsmöglichkeiten wirken sich außerdem in der Weise aus, dass heute von der früher geplanten Erweiterung des Friedhofes keine Rede mehr ist. Allerdings muss die Friedhofsordnung überarbeitet werden.

Eine Musterbepflanzung zeigte, dass es Gräber mit Wechselbepflanzung und mit Dauerbepflanzung geben wird. Auch bei den Grabsteinen setzt Kuchen auf eine Arbeitsgemeinschaft von drei Steinmetzbetrieben. Hier haben sich die Firmen Wieland, Staudinger und Junginger zusammengetan.

Für die religiöse und geistliche Umrahmung der Einweihung sorgten die Vertreter der katholischen, der evangelischen und der neuapostolischen Kirche. Der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde begleitete die Feierstunde.

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