Weiber außer Rand und Band

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Auch in der TSV-Halle in Wäschenbeuren ging an der Weiberfasnet die närrische Party ab: Die vielen Verkleideten feierten ausgelassen.  Foto: 

Heute zieht der große Narrenlindwurm durch Wäschenbeuren, am Sonntag lockt der Fasnetsumzug des Donzdorfer Kulturrings Tausende Besucher ins Lautertal und am Fasnetsdienstag wird Rechberghausen mit seinem „Rommzug“ zur Narrenhochburg. Kein Zweifel, auch das Filstal ist jetzt voll im Griff der Narren. Die heiße Phase wurde mit den Rathausstürmen und natürlich der Weiberfasnet eingeläutet. Bei letzterer war wieder in einigen Gemeinden Party angesagt, wie unsere drei Beispiele zeigen.

„Atemlos“ war am Donnerstagabend nicht nur Helene Fischer, sondern auch das feierwütige Publikum auf der Weiberfasnet in Wäschenbeuren. Zwischen glitzernd-goldenen Girlanden und Partymusik der Band „Just For Fun“, tummelten sich M&Ms, Drachen, Schlümpfe und Piraten. An der langen Bar gab es „Katzenblut-Shots“ zu kaufen. Natürlich war auch ansonsten bestens für das närrische Wohl gesorgt. Die Stimmung war ausgelassen. Es wurde getanzt, geflirtet und gelacht. Frauen waren grüppchenweise unterwegs um „mal wieder zusammen zu sein und ein Sektchen zu trinken“ und außerdem sei es schön, sich zu verkleiden, erzählte eine Frau im selbstgenähten Pharaoninnen-Kostüm. Dass die Lokalität der Feier eigentlich eine Turnhalle ist, lässt sich zwischen all den Narren nur noch schwerlich erkennen.

Auch in Heiningen war die Stimmung feuchtfröhlich. Zur Musik der Blue Stars füllte sich nach und nach die Tanzfläche. Eine Narren-Polonaise tanzte durch die TSV-Halle und der Andrang an der Bar war riesig. „Früher war es hier aber besser, da war mehr los und es gab noch zwei weitere Bars“, erzählte eine Ur-Heiningerin, die schon seit 35 Jahren regelmäßig bei der Weiberfasnet dabei ist. „Auf einen schönen Abend“ prostete ein Römer seinen Freunden zu. Was ein Mann auf der Weiberfasnet macht? „Spaß mit den Kumpels haben, Frauen treffen und Alkohol trinken natürlich“, sagte ein Student, der sich als Hase verkleidet hatte. Hauptsächlich träfe man natürlich Heininger, aber auch aus anderen Gemeinden wie Maitis und Wäschenbeuren seien Leute gekommen, sagte er. Sämtliche Partyhits ertönten von der Bühne aus. Die Hände wurden „zum Himmel“ gestreckt und „die eine, die immer lacht“, lachte natürlich auch wieder.

In Winzingen waren Männer am Donnerstag im Publikum nicht erlaubt. In der bunt geschmückten Heldenberghalle schunkelten etwa 250 Frauen jeden Alters zur Musik und bestaunten die großartigen Darbietungen auf der geräumigen Bühne. Jede auftretende Gruppe wurde mit lautem „Helau“ begrüßt. Die Stimmung war ausgelassen, aber relativ entspannt. Von Prinz Matze III. bis zu den schönen Frauen vom Pharao durfte nichts fehlen. Die Gardetänzerinnen in ihren blau-weißen Kostümen zogen das Publikum mit perfekt einstudierten Tänzen und Formationen in ihren Bann. Als sechs Männer in rosafarbenen Tüllröckchen und Feinstrumpfhosen zum Männerballett auftraten, war das weibliche Publikum nicht mehr zu halten. Die geforderte Zugabe ließ tippelnden Fußes nicht lange auf sich warten und die Herren in Rosa tanzten noch eine „grazile“ Runde.

Euro pro Monat gibt der Göppinger für xx aus.

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