Asylbewerber: Landrat hofft auf "Helfer mit Herz"

Nachdem eine Gruppe junger Algerier in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Dornstadt mit Diebstählen, Einbrüchen und Sachbeschädigungen für einigen Ärger sorgte, hat sich am Montag auch der Sozialausschuss des Kreistags mit dem brisanten Thema beschäftigt.

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Nachdem eine Gruppe junger Algerier in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Dornstadt mit Diebstählen, Einbrüchen und Sachbeschädigungen für einigen Ärger sorgte, hat sich gestern auch der Sozialausschuss des Kreistags mit dem brisanten Thema beschäftigt. Der weitaus größere Teil der 54 Asylbewerber, die in der Unterkunft des Landkreises leben, seien Menschen, die vor Not und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen seien. "Sie wollen sich einbringen, sich nützlich machen. Man darf sie nicht in einen Sack werfen mit den wenigen Kriminellen", sagte Landrat Heinz Seiffert. Der Kreis sei bei der Betreuung der Asylbewerber auf die vielen ehrenamtlichen Helfer angewiesen, "die ein Herz haben und sich engagieren".

Laut Sozialdezernent Josef Barabeisch steigt die Zahl der Asylanträge in Deutschland enorm, bis Mai 2014 waren es 61,4 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Da der Landkreis 1,806 Prozent der Asylbewerber aufnehmen muss, rechnet Barabeisch für dieses Jahr mit 350 Menschen, 194 sind schon hier. Da von den 490 Plätzen, die in Langenau, Blaubeuren, Ehingen und Dornstadt zur Verfügung stehen, 367 bereits belegt sind, werde der Platz knapp. Die Kreisverwaltung ist deshalb auf der Suche nach weiteren, möglichst zentralen Unterkünften.

"Das Anmieten von Containern oder Turnhallen wie es mancherorts schon gemacht wird, sehen wir als allerletzte Alternative." 3,3 Millionen Euro muss der Kreis dieses Jahr für die Unterbringung der Asylbewerber aufbringen, 1,1 Millionen mehr als im Haushalt stehen. Hinzu kommt rund eine Million Euro für Mieten, Umbauten, Nebenkosten und Instandhaltung der Gebäude. Vom Land erhält der Kreis pauschal pro Asylbewerber 12 566 Euro für 18 Monate. Damit ist alles abgegolten: von der Unterbringung über den Lebensunterhalt bis hin zur Krankenversorgung und Betreuung. Da der Betrag nicht ausreicht, muss der Kreis die Differenz tragen.

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