Arme-Leute-Suppe gewürzt mit Luthers Thesen

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In historischen Gewändern: Pfarrerin Magdalena Smetana, Janina Söll als Luther und Felix Witte als Mönch.  Foto: 

Weit offen stand das Tor der historischen Scheune neben dem Pfarrhaus, gleich neben der St. Martinskirche. Die Scheune spielt häufig eine zentrale Rolle im Kirchengeschehen der evangelischen Pfarrgemeinde. Dort wo  zeitweise Kinoabende oder andere Aktivitäten stattfinden, wurden am Pfarrfestsonntag Thesen angeschlagen. „Wir hoffen, dass es 95 werden im Lauf des Tages“, so erklärte Pfarrerin Magdalena Smetana die vielen Zettel am Scheunentor, wo sie strahlend ihre Gäste begrüßte.

Mittelalterlich gewandet, in Anlehnung an das Lutherjahr, war nicht nur die Pfarrerin selbst, sondern auch Janina Söll, die den Reformator Martin Luther verkörperte. Als Leiterin der Kinderkirche und Aktive bei allem Kreativen, hatte sie gerade hier überall die Hand mit ihm „Spiel“. Jugendreferent Felix Witte aus Geislingen, gesellte sich als Mönch dazu und kochte eine „Arme Leute Suppe“, mixte „Smoothies“ und spielte mit den Kindern. Viele Helfer aus der äußerst aktiven Kirchengemeinde standen ihrer Pfarrerin zur Seite und boten ein attraktives Tagesprogramm an. Eine idyllische Kulisse mit Blick auf Fachwerk und das Martinshaus lud die Besucher zum Verweilen ein. Bei entspannten Temperaturen ließ es sich genüsslich sitzen in der Streuobstwiese.

Mittelalterliche Speisen waren unter anderem, die „Arme Leute Suppe“. Daneben gab es auch eine hervorragende „Dinnete“ aus dem Holzbackofen und viele weitere Spezialitäten. Die Kinder durften in einer „Jurte“, einem Nomadenzelt, filzen und basteln. Im Freien gab es für sie „Dosenwerfen“ und „Sackhüpfen“. Mit Vergnügen verfolgten die Erwachsenen die Spiele, die auch sie schon gespielt hatten, oder machten gleich mit. Musikalisch untermalt wurde die Atmosphäre von der Jugendkapelle des Musikvereins Gruibingen. Unermüdlich spielten sie unterhaltsame Melodien. Führungen durch die historische Pfarrscheune, aber auch durch die Martinskirche, gaben Gelegenheit, Näheres über diese Orte zu erfahren.

Das Martinshaus war als „Café“ gut besucht. Ein schattiges Plätzchen bot sich dort mit einer riesigen Auswahl gespendeter Kuchen nach Hausfrauen-Art. Gleich zwei kleine Flohmärkte boten ihre Waren feil – jedes Mal auf Spendenbasis für die Jugendlichen der Kirchengemeinde. Eine frohe und leichte Sommeratmosphäre lockte die Besucher in den Pfarrgarten zum Verweilen in „Heimatfilm-Kulisse“. Pfarrerin Smetana erhielt einen Button-Anstecker aus der Bastelecke, worauf geschrieben stand „Meine liebste Pfarrerin“. Eine aktive und liebevolle Gemeinschaft feierte gemeinsam den Sommer und das Zusammensein. Luther war stets dabei, als roter Faden und als Pappfigur, lebensgroß. Ein Foto mit ihm konnte ebenfalls geschossen werden, zum mitnehmen, als Erinnerung ans Pfarrgartenfest 2017. 

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