Andreas Veljkovic will mit seiner Internetplattform Gutes tun

Von den Reichen nehmen und den Armen geben, das war das Credo von Robin Hood. Andreas Veljkovic hat ein ähnliches Ziel: Er will mit dem Konsum anderer Menschen soziale Projekte unterstützen.

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"Helfen kostet nix" findet Andreas Veljkovic - so lautet auch der Name der Internetplattform des Jung-Unternehmers. Die Provisionen aus dem Einkauf in verschiedenen Onlineshops fließen in soziale Projekte.  Foto: 

Mehr als 200 Pakete von Onlinehändlern hat Andreas Veljkovic täglich ausgetragen. In seiner kurzen Zeit als Paketbote kam ihm schnell eine Idee: Warum nicht mit dem Konsum der Menschen anderen helfen. Die Idee zur Internetplattform "Helfen kostet nix" war geboren. Das Konzept: Kunden können auf der Seite ein gemeinnütziges Projekt auswählen und im Anschluss bei verschiedenen Onlineshops einkaufen.

Amazon, Zalando, Otto oder Jochen Schweitzer sind nur einige der Onlineshops die Veljkovic auf seiner Plattform anbietet. Mehr als 200 sind es insgesamt. Durch den Klick auf die entsprechenden Banner läuft der Einkauf automatisch über ein Partnerprogramm der Händler ab. Affiliate nennt sich diese Art des Provisionsmodells und ist eine gängige Art, im Internet Geld zu verdienen. Veljkovic nutzt die Provision jedoch nicht für sich, sondern für den guten Zweck: "Man kann den Konsum der Leute sinnvoll nutzen", meint er und ist sich sicher: "Wenn genügend Leute mitmachen, dann funktioniert das."

Andreas Veljkovic hat sein Ziel dabei ganz klar vor Augen: Irgendwann von "Helfen kostet nix" leben zu können und nicht nur sein Herzblut, sondern auch seine volle Aufmerksamkeit in sein Unternehmen fließen lassen zu können. Denn, auch wenn 90 Prozent der Einnahmen sozialen Projekten zugute kommen, behält Veljkovic zehn Prozent ein - bisher nur um Kosten zu decken. Rund 15.000 Euro hat der IT-Systemkaufmann in den vergangenen acht Jahren zusätzlich in sein Unternehmen investiert. "Und viele, viele Stunden", wie er hinzufügt.

Vom großen Ziel, sich selbst ein Gehalt auszahlen oder Mitarbeiter einstellen zu können, ist er aber weit entfernt. "Die Konkurrenz aus Berlin, Frankfurt oder London zieht vorbei und macht Millionenumsätze", bedauert Veljkovic und fügt hinzu: "Die Region hier schläft." Ständig verschicke Veljkovic Anfragen an potenzielle Investoren, Vereine und gemeinnützige Projekte, doch in 95 Prozent der Fälle bekomme der junge Unternehmer nicht einmal eine Antwort. "Es herrscht zu viel Erklärungsbedarf. Die Menschen sind skeptisch gegenüber dem Modell", erklärt sich Veljkovic die Zurückhaltung.

Im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft ist er jedoch optimistisch: "Da verdoppelt sich der Umsatz auf der Seite immer." Für ihn hat das Modell auch nur Vorteile - für alle Seiten: "Dem Käufer entsteht ja kein Nachteil und den Projekten hilft das Geld."

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