Alphörner locken die Massen nach Reichenbach

Vier Tage feiern die Reichenbacher ihr  Tälesmusikertreffen. Gleich der erste Tag wird zum Magneten dank des Auftakts mit Alphornbläser-Gruppen. Die Besucher kommen in Scharen.

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Ein Anblick, der die über 800 Besucher im Festzelt vorgestern begeisterte: ein 22-köpfiger Alphorn-Massenchor beim Auftakt zum viertägigen Fest anlässlich des Tälesmusikertreffens in Reichenbach.  Foto: 

Es ist ein Erlebnis: 22 Männer und Frauen stehen nebeneinander auf der Bühne im Festzelt in Reichenbach, haben ein Alphorn vor sich stehen und blasen, was die Lungen hergeben. Die Klänge füllen das Zelt, suchen sich einen Weg nach draußen und sind bestimmt auch noch im letzten Haus zu hören. Die Schweizer als Erfinder des Alphorns wären begeistert gewesen, die weit über 800 Besucher vorgestern im Festzelt sind es ebenfalls. Sie filmen den seltenen Alphorn-Massenchor-Anblick mit Handys, zollen der Musik mit jubelndem Beifall Tribut und rufen laut nach Zugabe. Die erhalten sie natürlich. Dirigentin Lena-Sophie Müller hat die Truppe im Griff und lässt sie  mit dem „Allgäuer Hirtenruf“ nochmals brillieren.

Der Massenchor ist der Abschluss der ersten drei Stunden am ersten Tag des viertägigen Musikertreffens. Eine Einstimmung, wie es sich die Reichenbacher nicht erfolgreicher hätten wünschen können. Los ging der Vormittag um elf Uhr mit dem Quartett „Reichenbacher Alphörner“. Es folgten die Murrtaler Jagd- und Alphornbläser aus Backnang, die Stauferländer Alp­hornbläser und -bläserinnen aus Eislingen sowie die Scharenstetter Alphornbläser. Die begeisterten die Gäste nicht nur mit der Musik, sondern auch mit der originellen Aufstellung ihrer Musikinstrumente, die sie mittig übereinander stellten und um die sie sich kreisförmig scharten.

Wie es sich für den Einstieg in ein viertägiges Fest in einem großen Bierzelt gehört, begrüßte Bürgermeister Karl Weber die Besucher mit wenigen Worten und einem Fassanstich. Mit gerade mal zwei Schlägen und ohne einen Tropfen zu verspritzen, schlug er den Zapfhahn ins Fass, was im Anschluss Freibier für alle Alphornbläser bedeutete. Er bedankte sich beim Musikverein „Frohsinn“ für die Ausrichtung des Tälesmusikertreffens. „Was mich ganz besonders freut, sind die vielen jungen Männer und Frauen, die im Vorstand des Reichenbacher Musikvereins sind und sich wirklich intensiv in die Vorbereitungen eingebracht haben“, lobte er.

Der Rathauschef genoss nicht nur die Musik und im Freien das Oldtimertreffen mit seinen 87 angereisten Veteranen, er gehörte im zweiten Teil des Tages auch zu einer der neun aktiven Mannschaften, die an der Festzeltmeisterschaft teilnahmen. Die fünfköpfigen Mannschaften kämpften in neun Spaß-Disziplinen gegeneinander.

Sie mussten mit hohlen Hämmern Nägel in einen Holzbalken schlagen, Wäscheklammern mit dem Mund von der Leine nehmen und an einer anderen Leine wieder ohne Hände anbringen, einen Schlafsack unter Zeitdruck einpacken und andere derartige  Herausforderungen bewältigen. Dabei wurden sie von den Zeltgästen lautstark angefeuert. Die Stimmung blieb auf diese Weise bis in den Nachmittag angeheizt. Der Musikverein Deggingen übernahm am Ende die Aufgabe, den ersten Tag fröhlich ausklingen zu lassen.

Info Am heutigen Samstag, 11 Uhr Festumzug im Dorf, danach Jugendkapellen aus dem Täle im Festzelt. Ab 21 Uhr gibt es Alpen-Rock mit den „Schürzenjägern“. Am Sonntag treffen sich alle Täles-Musikkapellen um 11 Uhr in der Dorfmitte. Sie spielen anschließend nacheinander im Festzelt.

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