AfD erstattet Anzeige nach Gewaltaufruf

AfD-Kreisvorsitzender Volker Münz kritisiert „Altparteien“, Kirchen, Gewerkschaften und Medien.

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Der Kreisvorsitzende und Bundestagskandidat der AfD, Volker Münz, hat gestern mit einer Pressemitteilung auf unseren Artikel „Parteien erstatten Anzeige wegen AfD-Aufklebern“ vom Mittwoch reagiert und fordert eine Richtigstellung. Auf der Facebookseite des zweiten Kreisvorsitzenden Sandro Scheer war von Kommentatoren dazu aufgerufen worden, unter anderem Tomaten, Kokosnüsse und Pflastersteine zum Auftritt von Kanzlerin Angela Merkel am Freitag in Ulm mitzubringen. Scheer hatte sich von den Aufrufen auf seiner Seite in den Kommentarspalten distanziert, unter anderem mit der Aussage: „Das haben wir nicht nötig. Friedlicher Protest geht anders.“

Gelöscht hatte Scheer die Aufrufe mit seinen eigenen Distanzierungen bis Dienstagabend nicht. Münz schreibt dazu: „Die Behauptung ,Gelöscht hat Scheer die Aufrufe zur Gewalt nicht…’ ist unwahr. Hier geht es um nicht akzeptable Kommentare Dritter auf der privaten Facebook-Seite von Herrn Scheer. Diese wurden nach Bekanntwerden gelöscht.“ Auf telefonische Nachfrage räumte Münz gestern ein, dass die Kommentare vielleicht auch erst nach Erscheinen des NWZ-Artikels gelöscht wurden. Gestern waren sie dann auch nicht mehr online. Münz wies auch darauf hin, dass sein Co-Vorsitzender Scheer den Verfasser des Aufrufs, Pflastersteine mit nach Ulm zu bringen, mittlerweile bei der Polizei angezeigt habe.

Münz distanzierte sich nochmals deutlich von der Beschädigung der Wahlplakate anderer Parteien mittels AfD-Aufklebern: „Sachbeschädigung ist zu verurteilen, ganz gleich von wem sie ausgeht und gegen wen sie sich richtet. Die AfD distanziert sich von kriminellen und demokratiefeindlichen Aktionen.“ Zu unterstellen, die AfD sei für das Überkleben von Plakaten verantwortlich oder würde die Verrohung der Sitten dulden, sei „infam“, betonte Münz. Vielmehr würden AfD-Mitglieder angegriffen und verletzt und Gastwirte, die Räume zur Verfügung stellen, würden bedroht. „Alle Altparteien, Gewerkschafts- und Kirchenvertreter rufen zu Protestaktionen gegen uns auf“, kritisiert des Bundestagskandidat. Er weist darauf hin, dass bei den Plakaten seiner Partei ein Verlust durch Diebstahl und Vandalismus von rund 50 Prozent zu beklagen sei, „regional bis zu 100 Prozent“. Münz fragt: „Wo bleibt bei alldem die Distanzierung der anderen Parteien und der Aufschrei in den Medien?“

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Kommentare

22.09.2017 10:54 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Anmerkung zu dem Begriff "AfD-Diffamierer "””

Und wieder bestätigen SIE nur meine Aussage...

Ihr diffamiert euch selber und merkt es nicht mal.


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22.09.2017 10:40 Uhr

Antwort auf „Anmerkung zu dem Begriff "AfD-Diffamierer "”

...wenn ich gewußt hätte auf was für Menschen ich hier treffe, dann hätte ich mir das echt ersparen können.
Ich habe weder das Wort "linksgrün" noch "versifft" noch Schuld" noch "Merkel" hier erwähnt.
Sie scheinen da wohl auf mehrere Chats miteinander zu verwechseln :-)

Aber wenn Sie schon dabei sind: wer ist an der Regierung ???? Die AfD oder Merkel? Also, wer hat gewisse Dinge hier in Deutschland verbockt, so daß die AfD erst in Erscheinung treten konnte. :-)

Und noch was: wer zündet Autos an :-)))) hm, mal überlegen, ach ja das seid doch ihr linksgrüne...ich lach mich weg.

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22.09.2017 10:31 Uhr

Anmerkung zu dem Begriff "AfD-Diffamierer "

Sie und Ihre Kollegen schaden mit Ihren Aussagen Ihrer Partei genug,

Offensichtlich haben Sie das aber noch nicht gemerkt.

Und immer schön brav die Schuld für das Versagen bei uns Linksgrün versifften oder bei Frau Merkel suchen...

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22.09.2017 09:56 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „Zur AfD stehen?””

Guten Morgen Herr Ritter,

Sie müssen entschuldigen, ich hatte eigentlich gedacht, Herr Brinks hätte Ihre Frage ausreichend beantwortet.

In Ihrem Kommentar von gestern, 21.09.2017 15:44Uhr schreiben Sie "ich wäre Ihrer Frage ausgewichen".

Um eine Frage beantworten zu können, müssen Sie schon eine Frage stellen. Ich kann die Frage, der ich Ihrer Meinung nach ausgewichen bin, wirklich nicht finden.

Ich möchte mich nicht weiter mit Ihrem Parteiprogramm auseinandersetzen, es reicht mir schon, wenn ich mich mit Ihren Aussagen und die Ihrer Freunde auseinander setzen muss.

Sie haben uns ganz deutlich beschrieben, wie Sie zu unseren Grundwerten stehen. Ich wähle die Person, die meine Interessen vertritt. Sie und Ihre Kollegen vertreten NICHT meine Interessen. Und darum muss ich mich auch nicht bemühen, mich mit IHREM Wahlprogramm auseinander zu setzen.

Zum Thema Meinungsfreiheit nur soviel. Sie schreiben +++- Meinungsfreiheit gilt noch im engsten Familienkreis, aber ansonsten eher nicht, oder warum glauben Sie, daß es so viele Menschen gibt, die sich nicht trauen zur AfD zu stehen. +++

Na, jetzt aber HALLO ... Sie dürfen doch Ihre Meinung hier schreiben.

Es sind Ihre Freunde und Kollegen, die Bürger bedrohen, wenn sie eine andere Meinung vertreten.

Und wissen Sie, in des Führers Werk steht nicht, dass er 6 Mio. Menschen umbringen wollte. Und es scheint Sie nicht zu stören, wenn in einem Leserbrief Bürger wieder bereit sind, Menschen aufzuhängen. Sind wir wieder soweit? Was also interessiert mich Ihr Wahlprogramm.

Und nun zu Ihrer Frage, die Sie um 15:44 Uhr gestellt haben: " ()...warum glauben Sie, daß es so viele Menschen gibt, die sich nicht trauen zur AfD zu stehen."

Wem unsere Grundrechte nicht interessieren, dem interessiert auch die Freiheit nicht.

Und das könnte auch ein Grund, warum so viele Menschen Ihre Partei NICHT wählen. Die Deutschen sind nämlich nicht BLÖD.

Hatten wir alles schon gehabt, brauchen wir nicht mehr.

PS: scrollen Sie mal runter und suchen sie Ihr Parteiprogramm, was Sie vorgeben hier hinein kopiert zu haben. Ich kann es nicht finden. Liegt wohl daran, dass ich Linksgrün versifft bin ...

Sie brauchen es aber nicht rein kopieren. Bei Amazon kann man es für EUR 0,99 kaufen. Wenn ich es lesen möchte, kann ich es mir das schon leisten.


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22.09.2017 08:57 Uhr

Antwort auf „Zur AfD stehen?”

"Mir fällt nur ein Vergleich dazu ein:
Nur weil ich mit dem Bier in einer Wirtschaft nicht zufrieden bin,
gehe ich doch nicht aus Protest auf die Toilette und trinke statt dessen aus dem Pissoir. "

Welch doofer Vergleich.
Würde sagen die Leute sehen es eher so: Wenn einem das Bier in der Wirtschaft nicht schmeckt, suche ich mir eine Neue, und wenn dort die Einrichtung nicht ganz so toll ist, aber das Bier super ist, dann werde ich vorerst mal da bleiben und dort trinken.

Mal darüber nachdenken, warum die Wirtschaften so schlechtes Bier verkaufen, dass man wo anders hin muss, obwohl die Einrichtung nicht ganz super ist, bzw. manche Besucher einem nicht gefallen.

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22.09.2017 08:55 Uhr

Antwort auf „Zur AfD stehen?”

....jetzt versuch ich's halt nochmals.
Ich habe das Parteiprogramm der AfD hier einkopiert und die AfD-Diffamierer aufgerufen, das Programm mit sachdienlichen Argumenten zu entkräften.
Was ist das bisherige Ergebnis: Kein einziger hat sich bisher in der Lage gesehen auf diese Diskussion einzugehen. Aber genau das verstehe ich unter politischer Diskussion. Hm, gibt mir zu denken...

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22.09.2017 06:42 Uhr

Zur AfD stehen?

Es gibt einen einzigen wichtigen Grund, warum viele Menschen sich nicht trauen zur AfD zu stehen.
Dieser Grund ist der letzte Rest von Gewissen, der ihnen sagt, dass sie damit jeden Funken von Anstand und Würde in unserer Gesellschaft verlieren würden, wenn sie diesem Sammelbecken von asozialen Interessen offen zustimmen.
Kritik an der Regierungspolitik und an den Bürokratiemonstern der Demokratie rechtfertigt niemals, sich zum Wegbereiter von rechtsextremem Gedankengut zu machen. Wer mit den rechtsextremistischen Teilen dieser Partei mitmarschiert, macht sich ebenso schuldig, wie diese. Wer den Gedanken hegt, einen Ciresa zu wählen, sollte seine eigene Motivation überdenken.
Mir fällt nur ein Vergleich dazu ein:
Nur weil ich mit dem Bier in einer Wirtschaft nicht zufrieden bin,
gehe ich doch nicht aus Protest auf die Toilette und trinke statt dessen aus dem Pissoir.

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21.09.2017 20:03 Uhr

Danke, Herr Ritter

Nun, danke für diese erhellenden Aussagen, hier nochmals kurz zusammengefasst.

Für Herrn Ritter ist die Religionsfreiheit irrelevant.
Mein Standpunkt: die Religionsfreiheit steht nicht umsonst in unserem Grundgesetz, und ist natürlich ein hochpolitisches Thema. Wenn es kein Recht auf freie Religionsausübung mehr gäbe, könnte man natürlich noch viel unbeschwerter gegen einzelne Religionen zu Felde ziehen und hetzen. Aber das würde die AfD ja niiiiiiiemals machen...

Zitat Ritter: " Pressefreiheit ist mir mittlerweile auch egal". Was egal ist, kann man ja leicht abschaffen.Die Pressefreiheit ist allerdings ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Bloße Behauptung und Empfindungen eines Herr Ritter sind natürlich kein Grund, dieses zentrale Grundrecht zu entsorgen. Aber das würde ja eine AfD niiiiiimals machen, wenn sie dürfte, wie sie wollte...

Zitat: Ritter: "Recht auf freie Entfaltung...in Deutschland????? seit wann??? das meinen Sie hoffentlich nicht ernst." .
Ich kann nicht für andere sprechen. Aber ich bin der Meinung, dass es auf diesem schönen Planeten kaum einen anderen Staat gibt, in dem der einzelne Mensch so viele Freiheiten und Entfaltungsmöglichkeiten hat wie in unserer schönen Heimat. Aber wer natürlich kräftig austeilt wie ein Großer und beim kleinsten Widerspruch zusammenfällt wie ein Souffle und sich als Mimose geriert und gleichzeitig davon lebt, andere auszugrenzen und den Teufel doppelt und dreifach an die Wand zu malen, der mag das natürlich schon anders sehen. Aber das würde ja eine AfD niiiiiimals machen...

Zitat Ritter: -„Meinungsfreiheit gilt noch im engsten Familienkreis, aber ansonsten eher nicht, oder warum glauben Sie, dss es so viele Menschen gibt, die sich nicht trauen zur AfD zu stehen.“
Wer wie er meint, Meinungsfreiheit bedeutet das Recht, dass die geäußerte Meinung nicht kritisiert wird, der wird natürlich immer der Meinung sein, er dürfe seine Meinung nicht äußern (was natürlich schon deswegen doof ist, weil er genau das ja hier tut und auch tun darf, nämlich seine Meinung äußern).
Jetzt muss Herr Ritter tapfer sein. Es gehört absolut kein Mut dazu, "zur AfD zu stehen", sondern genau das Gegenteil. Es gibt tausend Gründe, nicht „zur AfD zu stehen“, auch wenn Herr Ritter das nicht für möglich hält. Aber das macht ja nichts, so ist er halt, er kann nicht anders.

Herr Ritter gebührt Dank und Anerkennung, dass er hier in wunderbarer Weise zeigt -wenn auch vermutlich unfreiwillig- wie man ticken muss, um die AfD gut zu finden.

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21.09.2017 15:44 Uhr

Antwort auf „wo zu eine Alternative, wenn die Alternative keine Alternative ist?”

...jetzt wird's interessant...weil Sie mir auf meine direkte Frage ausgewichen sind.

Opferrolle???? hä??? ich fühl mich keinesfalls als Opfer. Ich wüßte nicht von was.

In meinem letzten Absatz habe ich eindeutig darum gebeten politische Ziele der AfD argumentativ zu entkräften. Und mit was kommen Sie...von der Einschränkung von irgendwelchen Grundrechten, die Sie zwischen den Zeilen erkennen wollen.

- Ob eine Religionsfreiheit besteht oder nicht ist für mich nicht relevant, wie gesagt, wir haben eine säkulare Staatsform und wir führen hier eine politische Diskussion, da hat Religion nichts zu suchen.

- Pressefreiheit ist mir mittlerweile auch egal, da unser Journalismus gar nicht mehr in der Lage ist investigativ tätig zu sein und auch objektiv zu berichten. Das reicht aber von links bis rechts...

- Recht auf freie Entfaltung...in Deutschland????? seit wann??? das meinen Sie hoffentlich nicht ernst.
Ohne Ihnen nahetreten zu wollen, darf ich fragen was Sie beruflich machen?

- Meinungsfreiheit gilt noch im engsten Familienkreis, aber ansonsten eher nicht, oder warum glauben Sie, daß es so viele Menschen gibt, die sich nicht trauen zur AfD zu stehen.

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21.09.2017 15:02 Uhr

wo zu eine Alternative, wenn die Alternative keine Alternative ist?

Jetzt kommen Sie doch mal aus Ihrer Opferrolle raus. Ich habe Sie weder einen Nazi genannt, noch habe ich die Flüchtlingspolitik mit vergangenen nationalsozialistischen Vorstellungen gleich gesetzet.

Ihre eigenen Mitglieder verlassen Ihre Partei, weil diese zu rechtspopulistisch ist.

Die Frage ist doch, wählen wir nur ein Parteiprogramm oder wählen wir Menschen, die ihr Parteiprogramm durchsetzen möchten.

Und ohne auf das Programm eingehen zu müssen, wähle ich keine Partei, dessen Mitglieder

• die Meinungsfreiheit
• das Recht auf freie Entfaltung
• die Religionsfreiheit
• die Pressefreiheit
• (man möge es mir verzeihen, wenn ich weitere Grundrechte nicht aufzähle)

einschränken möchten,

den Holocaust leugnen und verurteilte Holocaustleugner „Dissidenten“ (=Freiheitskämpfer) bezeichen.

Scheint Sie alles nicht zu interessieren, weil Sie ja das Wahlprogramm gut finden, auf das ich jetzt nicht eingehen möchte.

So wie Sie argumentieren +++ Zitat: Bei allen anderen Parteien sind auch jede Menge Charaktere integriert, die eine zweifelhafte Vita bzw. Charakter haben (Beck/Drogen), Schäuble (Schwarzgeld), etc, da könnte ich beliebig weitermachen... +++ braucht es doch dann keine Alternative, wenn Mitglieder der Alternativen für Deutschland nicht besser sind.

Nun denn... ich denke, die FDP wird es verschmerzen können, wenn Sie eine andere Partei wählen.

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21.09.2017 14:04 Uhr

Antwort auf „...Sie alle machen den Fehler,...”

...ich sehe es halt so, daß die AfD sehr stark auf ihre Personen reduziert wird und nicht mal annähernd auf das Parteiprogramm.
Bei allen anderen Parteien sind auch jede Menge Charaktere integriert, die eine zweifelhafte Vita bzw. Charakter haben (Beck/Drogen), Schäuble (Schwarzgeld), etc, da könnte ich beliebig weitermachen...

Da ich aber nicht die derzeitigen Personen, sondern die Partei im Focus habe, kann ich guten Gewissens das AfD-Programm wählen. Dort steht mit keiner Silbe etwas von nationalsozialistischen Grundsätzen wie wir sie vom letzten Jahrhundert kennen.

Wenn ich natürlich die Flüchtlingspolitik der AfD mit vergangenen nationalsozialistischen Vorstellungen gleichsetze, dann stehe ich gerne dazu....dann bin ich in ihren Augen ein Nazi und genau deshalb wird ihre Partei um den Einzug ins Parlament zittern und meine Partei locker die 10% Hürde schaffen.

Das ist das gegenwärtige Problem der Altparteien. Auf Diffamierung setzen, aber inhaltlich keine rationalen Argumente finden, wie das Programm der AfD zu widerlegen ist.
Hätten Sie rationale Argumente, ich wär der letzte, der sich nicht überzeugen lassen könnte...
Ich habe in einem unteren Statement das Wahlprogramm eingefügt und wäre dankbar wenn Sie in der Lage wären ein politisches Ziel zu entkräften. Und zwar mit realpolitischen Argumenten und nicht auf Moral und Glauben abzielen...Wir haben lange gebraucht um eine säkulare Staatsform zu implementieren....:-)

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21.09.2017 12:35 Uhr

...Sie alle machen den Fehler,...

+++Zitat Jürgen Ritter: Herr Semmler, Sie alle machen den Fehler, die AfD nicht auf ihr Parteiprogramm mit Argumenten zu attackieren, sondern immer auf die Personen zu reduzieren mit irgendwelchen Aussagen, die bei Veranstaltungen gemacht werden. +++

Ich glaube nicht, dass wir einen Fehler machen, wenn wir eine Partei NICHT unterstützen, die Bundestagskandidaten aufstellen, die merkwürdige Ansichten vertreten und einen merkwürdigen Freundes- und Fankreis haben.

Selbst Frauke Petry hat sich von Herrn Gauland und Frau Weidel gestern distanziert und Herr Meuten distanziert sich von Frau Petry. Für den Wähler wird das jetzt wirklich etwas kompliziert.

Wie war das noch mit der Aussage ... "Wenn wir kommen, wird aufgeräumt!"

Letzte Woche konnte man hier in einem Leserbrief folgenden Wortlaut lesen: "Wann hängt sich diese Frau auf, oder müssen wir Bürger das machen“ In diesem Leserbrief hat man sich über „Merkels Gäste“ beschwert. (Den Leserbrief und den Artikel kann ich Ihnen gerne als PDF-Datei zur Verfügung stellen). Das war mit Sicherheit ein Aufruf von einem Linksgrünversifften. Die Südwestpresse und ich waren wohl die einzigen, die diesen Leserbrief gelesen haben, bevor er gelöscht wurde, es gab kein Aufschrei, von keiner Partei und von keinem der üblichen Kommentatoren. Das müsste doch jeden Demokraten erschrecken, wenn "Bürger" wieder drohen, Menschen aufzuhängen. Wer hat das mal gemacht? Ach ja, es waren die "linken" Nationalsozialisten ...

Solche Kommentare findet man auch unter Presseberichten anderer Zeitungen. Dazu muß man sich nur ein wenig mit Facebook beschäftigen. Schaut man sich die Profile dieser besorgten Bürger mal an, wird man feststellen, dass diese „Pöbler“ oftmals die Identitäre Bewegung, die AfD und/oder die NPD liken (Duden: Liken = eine positive Bewertung abgeben). Um Gottes Willen, ich will jetzt nicht behaupten, alle Freunde und Sympathisanten der AfD rufen zu gewalttätige Aktionen auf. Ich möchte mich nicht mit solchen Menschen an einem Tisch sitzen, offensichtlich Herr Ritter auch nicht.

Warum aber lasst aber Ihr Euch dann von diesem „Pöbel“ wählen? Warum distanziert Ihr euch nicht einfach davon?

Liest man die Aussagen Ihrer Parteifreunde und -sympathisanten aufmerksam durch, dann habe ich mehr Angst vor Euch als vor den Flüchtlingen.

Übrigens: Ich habe dem Verfasser des oben erwähnten Leserbriefs angeboten, er und seine Bürger können mich doch auch gleich aufhängen und bat um einen Terminvorschlag für meine Hinrichtung.

Leider hat er sich bisher darüber noch nicht geäußert. Er und seine Bürger werden wohl viel zu tun haben. Ich halte diese Menschen für gefährliche Terroristen. Aber ich bin ja auch nur ein GUTMensch und linksgrünversifft.

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21.09.2017 10:29 Uhr

Antwort auf „Antwort auf „...ja genau Herr Semmler...””

Genau das IST Doppelmoral > andere für etwas attackieren und Dinge vorwerfen die sie selbst auch machen!
Zitat von Ihnen.
Und Sie sind wirklich der Meinung, daß dieses Verhalten nur zur AfD paßt. Politiker aller anderen Parteien sind gegen ein solches Verhalten natürlich völlig immun...
Ach übrigens, Zitat Müntefering war's glaube ich: "Es ist unfair die Parteien immer für ihre Wahlversprechen in Verantwortung zu ziehen"

Herr Semmler, Sie alle machen den Fehler, die AfD nicht auf ihr Parteiprogramm mit Argumenten zu attackieren, sondern immer auf die Personen zu reduzieren mit irgendwelchen Aussagen, die bei Veranstaltungen gemacht werden. Dabei werden die Aussagen immer als moralisch verwerflich abgetan. Aber Politik ist so wenig moralisch wie ehrlich...und darauf hat der Pöbel, zu dem ich ja gehöre lt. Gabriel, einfach keine Lust mehr und wendet sich ab.
Natürlich können Sie mir jetzt rudimentäres Wissen über Politik unterstellen, trotzdem gehe ich mit meinem Wissen und Erfahrungen am Sonntag zur Wahl.
Noch was. Wenn es die AfD nicht geben würde, wäre für mich derzeit die FDP zweite Wahl :-)


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21.09.2017 09:41 Uhr

Antwort auf „...ja genau Herr Semmler...”

Herr Ritter, ich kandidiere für die FDP - nicht für die CDU ... und die Sache mit Herrn Filbinger ist inzwischen fast 40 Jahre her.

Und auch er musste nach dem Druck durch die Öffentlichkeit von seinem Amt als Ministerpräsident zurücktreten.

Ich habe überhaupt keine Doppelmoral, noch kennen Sie mich persönlich - insofern ist es vernünftig, wenn Sie sich mit Vorurteilen zurückhalten.

Was mich bei der AfD ärgert, daher auch die klaren Stellungnahmen dazu, ist die Opferrolle in der sie sich selbst immer sieht - dabei aber so lange zuschaut so lange es in deren Interesse ist - sprich die Facebook-Hetze bleibt so lange drin stehen, solange sie dem Protest-Ziel passt.

Sobald aber jemand genau hinschaut, distanziert man sich plötzlich.

Genau das IST Doppelmoral > andere für etwas attackieren und Dinge vorwerfen die sie selbst auch machen!

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21.09.2017 09:27 Uhr

...ja genau Herr Semmler...

...jede Art der Distanzierung kommt erst auf Druck durch die Öffentlichkeit zustande...Da kenne ich jede Menge Beispiele von unseren Regierungsparteien. Das sollte jedem eine Warnung sein :-)
Ach übrigens, sagt Ihnen der Name Filbinger was????? War der nicht Ministerpräsident?? Welcher Partei hat er angehört??? Wo war er Richter???
Diese Doppelmoral von Menschen wie Ihnen widert mich einfach nur noch an.

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21.09.2017 08:47 Uhr

Reaktion erst nach öffentlichem Druck!

Es ist bezeichnend und entlarvend, dass die AfD im Kreis Göppingen Gewaltaufrufe auf der von ihr verwalteten Facebook-Seite erst löscht nachdem ein massiver öffentlicher Druck aufgekommen ist - und auch erst jetzt zur Anzeige gebracht hat.

Von selbst wäre da nix passiert ... da nützt jede Art der Distanzierung nichts, denn die kommt erst wenn die Öffentlichkeit genau hinschaut - und das sollte Jedem eine Warnung sein!

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