Adelbergs Schulden sind so gut wie getilgt

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Erstmals seit Jahren herrschte am Donnerstagabend gähnende Leere im Zuschauerraum des Adelberger Gemeinderats. Dabei hätten die Zuhörer im Gegensatz zu vielen Sitzungen der Vergangenheit durchaus frohe Kunde vernehmen können: Die Schulden der Gemeinde sind so gut wie getilgt.

Sie beliefen sich zum Ende des Jahres 2016 auf knapp 6400 Euro, teilte Kämmerin Beate Schleifer den Kommunalpolitikern mit. Allerdings sind da noch einige Verbindlichkeiten der Eigenbetriebe Sport- und Erholungszentrum sowie der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Die liegen bei insgesamt rund 3,18 Millionen Euro. Dennoch hat die Gemeinde ihre finanzielle Talsohle von 2014 durchschritten. Durch den 2015 erfolgten Verkauf des Klosterpark­areals (Spaßbad Montemaris und Campingplatz) habe man die damit verbundenen hohen Finanzierungsfehlbeträge bereits ausgleichen können.

Der Verkauf des Areals habe im folgenden Jahr 2016 einen wichtigen Schritt in Richtung Haushaltskonsolidierung nach sich gezogen, denn die Gemeinde musste erstmals keine Unterhaltskosten für die stillgelegte Anlage aufbringen. Zur Konsolidierung des Haushalts habe außerdem eine deutliche Verbesserung der Gewerbesteuereinnahmen beigetragen. Diese lagen gut 240 000 Euro über dem Planansatz von einer Million Euro. Eine Summe, von der die Gemeinde noch vor drei Jahren nur träumen konnte. Damals hatte sie mit rund 122 000 Euro die geringsten Gewerbesteuereinnahmen der Adelberger Geschichte. Allerdings musste die Gemeinde zuvor eine stattliche Summe an den Hauptgewerbesteuerzahler erstatten, nachdem ein Finanzgericht zu dessen Gunsten geurteilt hatte. Da sich der Betrieb zudem in der Umstrukturierung befand, die auch 2016 noch nicht abgeschlossen war, so die Kämmerin, sei eine Prognose der zu erwartenden Gewerbesteuer schwierig geworden. Den Planansatz von einer Million Euro habe man als realistisch angesehen. Zum Schluss habe dann noch der Verkauf der 16 Bauplätze im Neubaugebiet „erweiterter Ziegelwasen“ bei zuvor aufgewendeten Kosten von rund 885 000 Euro fast 1,63 Millionen in die Kasse gespült.

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