Abwassergebühr steigt um 40 Prozent

Die Nellinger müssen 40 Prozent mehr für die Entsorgung des Abwassers zahlen – und zwar rückwirkend zum 1. Juli. Das hat der Gemeinderat beschlossen.

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Nach zweimaliger Vorberatung hat der Nellinger Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend eine kräftige Erhöhung der Abwassergebühren beschlossen. Die Bürger müssen rückwirkend zum 1. Juli pro Kubikmeter Abwasser 2,80 Euro bezahlen, das sind 80 Cent mehr und bedeuten einen Preisanstieg um 40 Prozent. Die Niederschlagsgebühr, die sich nach der Größe der versiegelten Fläche berechnet, steigt um fünf Cent auf 23 Cent je Quadratmeter. Die Gebühren sind von Kämmerer Werner Zimmermann für einen Zeitraum von fünf Jahren kalkuliert worden. „Der Beschluss geht richtig ins Geld. Aber wir haben keine Wahl“, begründete Zimmermann die Gebührenerhöhung.

Wie mehrfach berichtet,  muss die Kläranlage in Halzhausen modernisiert werden. Dort leitet die Gemeinde Nellingen seit über zehn Jahren ihr Abwasser ein – zusammen mit den beiden anderen Mitgliedern des Zweckverbands Oberes Lonetal, Lonsee und Amstetten. Um für die Kläranlage weiterhin eine wasserrechtliche Erlaubnis zu bekommen, stellen das Landratsamt und das Regierungspräsidium höhere Anforderungen. Demnach muss die Kläranlage mit einer vierten Reinigungsstufe ausgerüstet werden. Die Kosten für die Umrüstung betragen rund 3,4 Millionen Euro. Weitere 2,3 Millionen Euro sind für die Sanierung der Anlage nötig.

Die Kosten teilen sich die drei Verbandsgemeinden nach einem vorgegebenen Schlüssel auf, der die Einwohnerzahl und die Zahl der Betriebe im Ort berücksichtigt. Nellingen muss sich demnach mit 18,3 Prozent beteiligen. Das entspricht 1,04 Millionen Euro.  An Zuschüssen rechnet der Kämmerer mit 425.000 Euro, sodass an der Gemeinde 618.000 Euro hängen bleiben. Dieser Betrag könnte laut Zimmermann um 60.000 bis 90.000 Euro gesenkt werden, wenn die Gemeinde schon in diesem Jahr einen Förderantrag stellt.

Trotz der gestiegenen Gebühren liegt Nellingen laut Kämmerer Zimmermann im „oberen Mittelfeld“. Die Nachbargemeinde Merklingen  verlangt beispielsweise 50 Cent mehr für den Kubikmeter Abwasser von ihren Bürgern.

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