Abenteurer mit Bodenhaftung

Dietmar Vogl ist fast so bekannt wie der Schultes. Fährt er gerade nicht Mountainbike oder bläst ins Horn, bringt sich der bürgernahe Rathausmitarbeiter auf vielfältige Weise in seiner Heimatstadt ein.

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  • Hochüber Ebersbach liegt Dietmar Vogls Lieblingsplatz. Neben Radtouren gehört auch das Waldhornspielen zu seinen Hobbys. Foto: Sabine Ackermann 1/2
    Hochüber Ebersbach liegt Dietmar Vogls Lieblingsplatz. Neben Radtouren gehört auch das Waldhornspielen zu seinen Hobbys. Foto: Sabine Ackermann
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Lokale Agenda 21, Wandel in Ebersbach, Tourismusanfragen, Bürgertreff, Bürgerbusverein, Vorstand im Musikverein,"Bücher tun Gutes", Interkulturelle Wochen - das sind nur einige der Aufgaben, die der städtische Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement"mit Herz und Seele" hat.

Einen ganz besonderen Bezug hat Dietmar Vogl zu Themen, in denen es um Integration und verschiedene Kulturen geht. So ist der 37-Jährige seit einigen Tagen mit der zehn Jahre jüngeren Türkin Esma Demirci verheiratet. Begegnet sind sich die beiden am runden Tisch"Netzwerk Integration", einem Projekt ums gegenseitige Kennenlernen der Kulturen, Traditionen und Religionen."Danach wartete im Winter immer ein heißer Tee auf mich im Früchtehaus", verrät der Frischvermählte lächelnd.

Was ihm schon lange bei seiner Arbeit wichtig ist, erlebt Vogl jetzt praktisch hautnah."Meine Frau und ich lernen jeden Tag voneinander. Durch die unterschiedlichen Religionen und Traditionen suchen wir Gemeinsamkeiten und unseren eigenen Weg, eine Brücke zu unseren Kulturen zu bauen." Ein Anfang für die Stadt war da zum Beispiel das erfolgreiche Projekt"Ebersbach kickt", bei dem Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Nationen friedlich ihre Mini-Fußball-WM austrugen. Nach seinem abgeschlossenen Studium der Landschaftsplanung arbeitet Vogl zwar nicht in der Natur, nutzt diese dafür umso mehr in seiner Freizeit. So hat er auf dem Mountainbike nicht nur die Alpen sowie die Sierra Nevada überquert, sondern bei einer von vielen Feierabendtourenauch seinen Lieblingsplatz zwischen Diegelsberg und Ebersbach entdeckt: ein holpriger Feldweg entlang der Anhöhe, vorbei an Feldern, Sträuchern und dem Hardtwald, bis schließlich genau gegenüberliegend Bünzwangen zu sehen ist. Eingebettet in saftiges Grün blitzt sein Heimatdorf vor der blauenWand des Albtraufs hervor."Die Mischung aus Ausdauer, Nervenkitzel, Fahrtechnik, Natur, sich fit fühlen und an nichts anderes, als an die zehn Meter vor dem Vorderrad zu denken - das reizt mich", beschreibt er das ultimative Gefühl im Sattel.

Gleichfalls auf zwei Rädern, aber mit mehr PS unterm Hintern genießt der sportliche Eberbus-Fahrer obendrein Fernreisen auf seiner 1000er BMW."Meist auf abenteuerlichen Wegen, um sehr nahe am Land und an den Menschen zu sein", erklärt der Abenteurer sein Interesse am Motorrad und Zielen wie Australien, Indien, Marokko, Nepal, Tunesien, Türkei oder Zentralamerika. So hat ihn auch das halbjährige Praxissemester in Südafrika in seiner Gesinnung geprägt. Wie ein Schwamm saugt er dabei das Beste aus allen Kulturen auf, wie sie leben, lernen und was ihnen wichtig ist."Trotzdem bin ich irgendwo ein bodenständiger Typ", sagt er mit einem Augenzwinkern. So liebt er außerdem das Bergwandern oder Klettersteige genau so wie Schneeschuh- oder Snowboard-Touren in großartiger Winterlandschaft. Wirkt Dietmar Vogl hinterm Schreibtisch eher zurückhaltend, sucht er in seiner Freizeit eben außergewöhnliche Erlebnisse. Zum Beispiel mal in freier Natur ins Waldhorn blasen. Ach ja, das macht er neben Handball spielen auch noch, natürlich meistens beim Musikverein.

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